Google Glass-Konkurrent aus Taiwan erkennt Gesten

Roger Federer würde mit der Technologie von ITRI wohl aus versehen Daten löschen
Roger Federer würde mit der Technologie von ITRI wohl aus versehen Daten löschen(© 2014 Youtube/Roger Federer)

Auf der Computex in Taipei, der zweitgrößten IT-Messe der Welt, gab es in diesem Jahr auch Smartglasses zu sehen. Ein dort gezeigter Prototyp will dabei mehr sein als eine bloße Kopie von Google Glass: Statt Sprachbefehle nutzt das Gerät Gestensteuerung als Eingabemethode, was die Interaktion mit einem Smartphone per Brille ermöglichen soll.

Die smarte Brille stammt von dem taiwanesische Unternehmen Industrial Technology Research Institute (ITRI) und soll mit Android 4.2 laufen. Damit das Wearable Eure Gesten erkennt, sind zwei Kameras an dem Brillengestell angebracht – diese wandeln Handbewegungen in entsprechende Signale um. Auf diese Weise wolle man laut ITRI-Mitarbeiter Chih-Hsiang Yu die Vernetzung mit dem Smartphone ermöglichen: "Man kann das Smartphone einfach in der Tasche lassen und dann per Gesten Inhalte nachschlagen".

Günstiger als Google Glass

Dazu streckt Ihr die Hand aus, damit sie in den Sichtbereich der Kameras gelangt. Per Wischbewegung lässt sich nun eine App auswählen, was mit Ballen der Faust bestätigt wird. Als Beispiel zeigte das Unternehmen eine App mit Kalorienangaben von Nahrungsmitteln, die sich auf diese Weise bedienen ließ.

Allzu praktisch klingt das nicht, sich etwa im Supermarkt vor das Regal zu stellen und wild in der Luft herumzufuchteln. Mit seiner Datenbrille richtet sich ITRI aber eh nicht an Endverbraucher: Die Non-Profit-Organisation möchte die Technologie lieber an andere Firmen lizenzieren, die das Wearable dann eigenständig produzieren. Das Resultat soll in jedem Fall weniger kosten als Google Glass, deren Preis bei 1500 US-Dollar liegt. Ernst zu nehmende Konkurrenz ist derzeit bei Samsung in der Mache, dessen Projekt wohl auf den Namen "Gear Blink" hört.


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