Google Glass: Leistungsstärkere Version erhält 2 GB RAM

Google Glass hat jetzt 2 GB RAM und erhält zur I/O einige Software-Updates
Google Glass hat jetzt 2 GB RAM und erhält zur I/O einige Software-Updates(© 2014 CURVED)

Datenbrille mit mehr Power hinter dem Gestell: Die kommenden Exemplare von Google Glass werden mit einem verdoppelten Arbeitsspeicher und einigen neuen Funktionen ausgeliefert. So gibt es jetzt einen Viewfinder für die Kamera und weitere Google Now Cards, teilte der Hersteller am Dienstag auf Google+ mit.

Besitzer alter Brillen-Generationen schauen dabei zunächst in die Röhre: Anders als beim letzten größeren Hardware-Update Ende 2013 werden aktuelle Geräte nicht vom Hersteller ausgetauscht. Neben dem RAM-Update verfügt die Kamera jetzt über einen Zielsucher, der mit weißen Eckwinkeln das zu fotografierende Bild auf Sprachkommando einrahmt. Dazu gesellen sich weitere Google Now Cards, deren Details allerdings bisher nicht bekannt gegeben wurden. Die Ankündigung kommt gerade zum richtigen Zeitpunkt, ist die Datenbrille seit Dienstag auch außerhalb der USA erhältlich – in Europa bildet Großbritannien gewissermaßen den Brückenkopf für Google Glass.

Das Problem ist die Akzeptanz

Nicht helfen werden die Upgrades bei der gesellschaftlichen Akzeptanz der Datenbrille. Mehr Leistungsfähigkeit, welche das Wearable mit Hard- und Softwareupgrades erhält, dürfte Kritikern eher noch mehr Angst vor den Spionagefähigkeiten des Geräts machen. Somit wäre die von einigen Nutzern bereits geforderte LED zur Signalisierung einer Kameraaufnahme durchaus eine sinnvolle Hardware-Veränderung, welche Google derzeit offenbar noch nicht bringen will.

Google Glass als ständiger Begleiter elitärer Tech-Kreise in den USA hat dort schon zu einigem Unmut geführt. In Deutschland ist die Rechtslage für heimliches Filmen noch einmal ein ganzes Stück prekärer. Der Hersteller täte also gut daran, auf die Sorgen der Kritiker einzugehen – sonst wird die Datenbrille eine Spielerei bleiben, die schnell den Zorn von Menschenmengen auf den Träger zieht.


Weitere Artikel zum Thema
Nintendo Switch: Smart­phone-App soll für Online-Spiele unver­zicht­bar sein
Christoph Groth2
Unfassbar !6Multiplayer-Matches mit der Nintendo Switch erfordern womöglich ein Smartphone mit Switch-App
Optional oder nicht? Nintendos US-Chef Reggie Fils-Aimé deutet an, dass Voice-Chat und Matchmaking mit der Nintendo Switch nur via App funktioniert.
Xperia XZ und X Perfor­mance erhal­ten Sicher­heits­up­date für Januar
Michael Keller
Supergeil !5Das aktuelle Update soll auf dem Xperia XZ alle bekannten Sicherheitslücken stopfen
Sony stellt Googles Sicherheitsupdate von Januar 2017 zur Verfügung: zunächst für das Xperia XZ und das Xperia X Performance.
Garmin vivo­move im Test: dezen­ter Fitness­tra­cker
Jan Johannsen
Garmin vivomove: Ist der rote Balken voll, will die Uhr bewegt werden.
7.5
Die Garmin vivomove ist eine klassische Uhr, die nebenbei Schritte zählt und die Daten auf das Smartphone schickt. Der dezente Fitnesstracker Test.