Google Home Mini und Amazon Echo Dot im Vergleich: Kleine Speaker ganz groß

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Der Amazon Echo Dot und der Google Home Mini
Der Amazon Echo Dot und der Google Home Mini(© 2017 CURVED)

Der Google Home Mini und der Amazon Echo Dot sind beide klein, rund und clever. Wo sich die smarten Speaker unterscheiden, verrät unser Vergleich.

Der Konkurrent hat lange auf sich warten lassen: Während Amazon den Echo Dot schon seit Oktober 2016 (zunächst über ein Einladungssystem) auch in Deutschland anbietet, brachte Google den Google Home Mini erst im Oktober 2017 auf den Markt. Beide Lautsprecher eint, dass sie die kompakte und kostengünstigere Variante der jeweils größeren Ausgaben Amazon Echo und Google Home sind. Mit einem Preis von 59 Euro sind sie darüber hinaus auch gleich teuer.

Unauffälligkeit steht im Vordergrund

Auch beim Design sind sich beide Hersteller einig: Die Speaker sollen möglichst unauffällig im Wohnraum platziert werden können. Dafür verfolgen Google und Amazon allerdings unterschiedliche Ansätze. Google gibt sich viel Mühe, den Home Mini in einem stylischen Gehäuse zu verstecken und wie einen Dekoartikel aus einem schwedischen Möbelhaus aussehen zu lassen. Dazu überzieht das Unternehmen die Oberfläche mit einem rauen Stoff. Knöpfe, oder Anschlüsse sind nicht sichtbar, wenn man den Home Mini richtig platziert.

Google Home Mini ist eher unscheinbar.(© 2017 CURVED)

Beim Echo Dot sieht das ganz anders aus. Amazons Kleiner hat auf der Oberfläche vier Knöpfe: zwei, um die Lautstärke zur regulieren, einen, um das Mikrofon stumm zu schalten, und einen, um die KI Alexa ohne Zuruf zum Zuhören zu bewegen. Das ist funktional, offenbart den Dot trotz optional erhältlicher Hüllen allerdings als technisches Gerät, das vielleicht nicht jeder im Wohnzimmer stehen haben möchte. Dazu kommt der blaue Lichtring, der anzeigt, ob Alexa Euch zuhört oder eine Anfrage verarbeitet. Google löst dies durch vier eher unauffällige LEDs auf der Oberseite, die nicht so hell strahlen wie beim Dot.

Buttons über Gesten

Dafür bietet Amazons Speaker Vorteile bei der Bedienung. Denn den Wegfall der Buttons löst Google über Gesten. Um die Lautstärke zu erhöhen, tippt Ihr an die rechte Seite, zum Verringern an die linke Seite. Daran muss man sich erst einmal gewöhnen. Die Buttons am Echo Dot sind dagegen selbsterklärend und in manchen Fällen leichter zu erreichen.

Denn Google versteckt die Möglichkeit zur Stummschaltung als Schalter auf der Rückseite. Ihr könnt ihn entweder blind ertasten oder müsst den Home Mini hochheben. Außerdem wurde das Feature, den Home Mini über ein Tippen auf der Oberseite ohne Sprachbefehl zu aktivieren, mittlerweile ersatzlos gestrichen. Der Grund: Die Oberfläche war so sensibel eingestellt, dass der Speaker die ganze Zeit gelauscht hatte.

Amazons Echo Dot hat Buttons und einen Klinkenanschluss.(© 2016 CURVED)

Bei den Anschlüssen fällt auf: Während beide Speaker Strom per Mikro-USB-Anschluss beziehen, bietet nur der Echo Dot eine 3,5-Millimeter-Buchse an, über den Ihr den Speaker auch an alte Stereo-Anlagen und Lautsprecher anschließen und diese somit smart machen könnt. Google verlässt sich beim Home Mini sehr darauf, dass Käufer bereits im Google-Kosmos leben, denn der Mini lässt sich nur kabellos mit Google-Cast-fähigen oder um einen Chromecast Audio erweiterten Lautsprecher verbinden.

Alexa vs. Google Assistant

In Sachen Spracherkennung nehmen sich beide Speaker nicht viel. Den Home Mini könnt Ihr mit "Hey Google" und "Ok Google" aktivieren, den Echo Dot wahlweise mit "Alexa", "Amazon", "Echo" oder "Computer". Die Erfahrung zeigt: Beide Speaker hören gleich gut und sehr zuverlässig auf die jeweiligen Keywords. Auch die Spracheingaben verstehen beide Speaker bis auf sehr wenige Ausnahmen gut.

In der Breite ist der Google Assistant, die Intelligenz hinter dem Google Home dagegen deutlich besser aufgestellt als Amazons Alexa. Das hat ein Test von mehr als 3.000 Fragen ergeben. Allerdings wäre es falsch, Alexa nur anhand dessen zu beurteilen. Denn die Basics, etwa die Interaktion mit Smart-Home-Geräten, die Abfrage von News und Wetter, das Erstellen von Kalendereinträgen und diverse kleine Easter-Eggs beherrscht die KI genauso gut und teilweise besser als der Google Assistant. Der kann dafür mit einigen neuen Mini-Spielen punkten.

Zum Schluss bleibt noch der Klang: Beide Lautsprecher arbeiten mit diversen Musikdiensten wie Spotify zusammen, bieten durch die kompakte Bauweise aber wenig Platz für fetten Sound. Und so klingen sie auch. Insgesamt schneidet der Home Mini hier durch einen etwas klareren Klang besser ab. Wer mehr will, muss auf die großen Pendants zurückgreifen – oder eine Anlage dazwischen schalten. Das macht Euch der Echo Dot durch die Klinke deutlich leichter.

Fazit: Design oder Funktionalität

Das Duell der KI-Knirpse geht unentschieden aus. Wer seinen Smart-Home-Speaker unscheinbar im Regal verstecken möchte und auf schickes Design Wert legt, greift zum Google Home Mini. Der Echo Dot ist zwar nicht ganz so unscheinbar, lässt sich dafür aber an Lautsprecher und Co. anschließen. Die wichtigsten Basics im Smart Home beherrschen beide. Mit 59 Euro sind sie darüber hinaus gleich teuer.

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