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Google Home und Chromecast haben ein Datenschutzproblem

Google Home kann Dritten offenbar den eigenen Standort mitteilen
Google Home kann Dritten offenbar den eigenen Standort mitteilen (© 2016 CURVED )

Große Sicherheitslücke bei Google Home und Chromecast: Datenschützer dürften eher weniger damit einverstanden sein, dass Dritte offenbar einen Bug ausnutzen können, um von den Geräten Informationen über euch zu bekommen. Dass diese Lücke tatsächlich ausgenutzt werden kann, ist nicht ganz unwahrscheinlich. Allerdings ist das Problem bereits bei Google bekannt.

Über Google Home und Chromecast ist es durch eine Sicherheitslücke möglich, mit hoher Präzision den Standort eines Nutzers zu ermitteln, berichtet KrebsonSecurity. Die Ortung sei dabei bis auf 10 Meter genau. Wie der Prozess letztendlich aussieht, zeigt euch das Video am Ende des Artikels. Grundvoraussetzung zur Ausnutzung der Sicherheitslücke ist offenbar, dass sich euer Smartphone im gleichen WLAN wie euer smarter Speaker oder das Chromecast-Gerät befindet.

Update in Arbeit

Ganz so einfach können Dritte anscheinend aber nicht euren Standort erfahren. Dafür sei ein entsprechendes Skript nötig, das die Abfrage vornimmt. Dieses kann sich wohl in infizierten Werbebannern oder sogar in einem Tweet verbergen. Die entsprechende Webseite müsst ihr laut der Quelle aber für ungefähr eine Minute geöffnet haben, damit der Prozess abgeschlossen und der Standort ermittelt wird.

Schuld an der Sicherheitslücke sei ein Authentifizierungsproblem. Dritte können Google Home oder Chromecast über euer Smartphone beziehungsweise das schädliche Skript eine Anfrage senden und erfragen, welche kabellosen Netzwerke in der Nähe sind. Diese Informationen nutzen sie dann offenbar wiederum, um über den Standort-Dienst von Google die Position des Netzwerkes zu erfahren.

Mit eurer Adresse haben Dritte die Möglichkeit, beispielsweise Erpresser-E-Mails deutlich realistischer zu gestalten. So könnten einige Nutzer leeren Drohungen mehr Beachtung schenken und womöglich sogar die geforderte Summe bezahlen – immerhin hat der Absender der E-Mail viele zutreffende Informationen, die er nennen kann. Google soll aber bereits an einem Update arbeiten, das die Sicherheitslücke noch im Juli schließen soll. Generell empfehlen wir euch aber, nicht ohne nachzudenken auf alle Links zu tippen, die ihr zugeschickt bekommt.

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