Google I/O 2011: Tag Zwei ganz im Zeichen von Chrome

Die zweite Keynote auf der Entwicklerkonferenz Google I/O hatte ein ganz großes Thema: Chrome. Vorgestellt wurde der überarbeitete Browser Google Chrome, das Betriebssyste Chrome OS und als Highlight das Chromebook.

Der Browser Google Chrome entwickelt sich prächtig, zumindest den User-Zahlen nach zu urteilen: Vor einem Jahr gab es noch 70 Millionen installierte Google Chrome-Browser, inzwischen sind es 160 Millionen. Chrome-Chef Sundar Pichai führt dies zurück auf die Versionen für Mac und Linux und auf das kurze Aktualisierungsintervall von sechs Wochen sowie die vielen neuen Features, die in den letzten Monaten neu dazu gekommen sind.

Auch am Betriebssystem Chrome OS hat man fieberhaft gearbeitet und es nun fertiggestellt. Das Betriebssystem ist fokussiert auf die Webnutzung. Dateien und Programme werden in der Cloud gespeichert und von dort aus auch geladen. Das Betriebssystem hält sich selbst automatisch auf dem neuesten Stand, ohne dass der Nutzer etwas dafür tun muss.

Basierend auf dem Chrome OS sind die Chromebooks – wer sich bei diesem Namen an Apples MacBook erinnert fühlt, tut dies wohl nicht ganz zu unrecht. Die Chromebooks sind kleine Laptops, die auf die Nutzung des Internet ausgelegt sind und durch Schnelligkeit und die einfache Bedienbarkeit auszeichnen. Produziert werden die ersten beiden Chromebooks von Samsung und Acer. Innerhalb von acht Sekunden bootet ein Chromebook, weniger als eine Minute soll es dauern bis man das Chromebook komplett mit WLAN und seinen Google-Userdaten eingerichtet hat.

Bereits ab 15. Juni 2011 sollen die ersten Chromebooks erhältlich sein und rund $400,- (€280,-) kosten. Man kann die Chromebooks auch leasen, mit $28,- (€20,-) im Monat sind sie gar nicht mal so teuer. Studenten bekommen ein Chromebook sogar schon für $20,- (ca.€14,-) pro Monat. Neben Studenten will Google mit dem Chromebook vor allem Geschäftskunden ansprechen. Unternehmen sollen mit den Chromebooks vergleichsweise kostensparender arbeiten können als mit vergleichbaren Microsoft-Produkten, die teuer und daher oft veraltet sind.

Für den Einsatz im privaten Bereich sind die Chromebooks noch nicht optimiert, sie eignen sich hier momentan höchstens als Zweitgerät. Aber Chrome-Chef Sundar Pichai legt die Betonung auf „noch“ – man darf gespannt sein, wie sich die Chromebooks in den nächsten Monaten und Jahren noch entwickeln. Auf jeden Fall sind sie eine günstige Alternative zu herkömmlichen Note- und Netbooks, über die es sich zumindest lohnt, ernsthaft nachzudenken.