Google kann offenbar Laden-Einkäufe mit Kreditkarte tracken

Google hat offenbar Zugriff auf Daten von Mastercard
Google hat offenbar Zugriff auf Daten von Mastercard(© 2015 Google)

Google weiß, was Nutzer einkaufen: Schon seit geraumer Zeit soll der Suchmaschinenriese eine Verbindung zwischen der angezeigten Online-Werbung und den Einkäufen einer Person herstellen können, wenn diese eine Mastercard benutzt haben. Das gilt wohl für Produkte, die ein Nutzer offline erstanden hat.

Google ist vor einer Weile eine Partnerschaft mit Mastercard eingegangen, berichtet Bloomberg. Das Unternehmen hat in den letzten 12 Monaten offenbar einigen Google-Werbepartnern ein Tool zur Verfügung gestellt, über das diese nachverfolgen konnten, ob Online-Werbung zu Käufen in Läden geführt haben. Womöglich bezieht sich dies nur auf Nutzer aus den USA – weitere Länder werden nicht erwähnt.

Tracking mit Google-Account

Die Werber sollen keine persönlichen Informationen über Nutzer einsehen können – die Identifikation einer einzelnen Person sei also weder durch Google noch durch Dritte möglich. Firmen können demnach also lediglich erfassen, ob eine Anzeige überhaupt zu einem Offline-Kauf geführt hat. Einer Google-Sprecherin zufolge soll das Unternehmen nicht tracken, wie viel Geld Nutzer mit ihrer Kreditkarte ausgeben.

Auf bis zu 70 Prozent der vorhandenen Kreditkartendaten habe Google Zugriff – eine genaue Angabe fehlt an dieser Stelle. Für die Daten hat Google offenbar mehrere Millionen Dollar an Mastercard gezahlt. Die beiden Unternehmen haben angeblich sogar Diskussionen darüber geführt, ob sie einen Teil der durch Werbung generierten Umsätze teilen sollen. Dazu sei es aber letztendlich nicht gekommen.

Allerdings soll das Tracking nur dann funktionieren, wenn die betroffenen Personen einen Google-Account verwenden und das Tracking von Werbung nicht deaktiviert haben.  Google soll auch mit anderen Anbietern als Mastercard verhandeln – womöglich werden bald also auch Daten von anderen Kreditinstituten hinzugezogen. Einige Werbepartner sollen den Suchmaschinenriesen wohl schon darum bitten, weitere Informationen über das Tracking-Tool zu erhalten – etwa, wann Nutzer einkaufen und wie viel sie ausgeben.


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