Google kauft Drohnenhersteller Titan für Loon-Projekt

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Mit den Drohnen von Titan Aerospace könnte Facebook den Netzausbau vorantreiben
Mit den Drohnen von Titan Aerospace könnte Facebook den Netzausbau vorantreiben(© 2014 Titan Aerospace)

Google ist wieder einmal auf Einkaufstour gegangen und hat sich dabei das US-amerikanische Drohnen-Startup Titan Aerospace einverleibt. Dessen Technik für solarbetriebene und unbemannte Flugzeuge soll Googles eigenes Projekt Loon unterstützen, das sich zum Ziel setzt, ein global verfügbares Internet zu gewährleisten.

Ein Preis für die Übernahme des Startups mit Sitz in New Mexico wurde in dem Bericht von Wall Street Journal nicht genannt, doch soll Social-Media-Gigant Facebook Anfang 2014 ebenfalls an einer Übernahme von Titan dran gewesen sein. Die Verhandlungen wurden jedoch offenbar abgebrochen, als Google ankündigte, jedes Gebot seitens Facebook überbieten zu wollen. Facebook ließ daraufhin von Titan Aerospace ab und kaufte stattdessen für 20 Millionen Dollar die britische Firma Ascenta, die ebenfalls an solarbetriebenen Drohnen arbeitet.

Mit dem Kauf von Titan treibt Google sein laufendes Projekt Loon weiter voran. Erstes Ziel dabei ist es, eine global verfügbare Internetanbindung auf die Beine zu stellen. Bisher setzte Google bei diesem Plan auf Ballons, die mit Antennen ausgestattet vor allem entlegene Gebiete mit schlechter Anbindung mit einem stabilen Zugang zum Web versorgen sollten. Ob Google den Ballon-Plan nun fallen lässt und vollständig auf die solarbetriebenen Drohnen von Titan setzt, ist nicht bekannt.

Internet für alle und massenhaft Daten für Google

Neben dem noblen Vorhaben, die ganze Welt ans Internet anzubinden, dürfte Loon Google aber natürlich auch ganz handfeste Vorteile bescheren. So gab Titan bereits an, dass seine Drohnen auch in der Lage seien, hochauflösende Bilder von der Erdoberfläche zu schießen und mittels Sensoren verschiedene Daten zu sammeln. Diese zusätzliche Quelle für Daten aus allen Regionen der Erde könnte sicherlich nicht nur für Google Maps nützlich sein.

Titan räumt ein, dass noch einige technische Herausforderungen zu meistern sind. Dennoch sollen die ersten Exemplare der schlanken Drohnen mit bis zu 50 Metern Spannweite bereits 2015 auf die Startbahn rollen können.


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