Google: Larry Page wieder CEO

Larry Page - Mitbegründer des Internetriesen - wird neuer Geschäftsführer von Google. Damit übernimmt er die Nachfolge von Eric Schmidt, der den Konzern seit 2001 geleitet hat.

Es kam auch für Experten und Branchenkenner überraschend: Der derzeitige Kopf von Google, Eric Schmidt, tritt zurück und überlässt die Führung des Unternehmens künftig Larry Page. Schmidt führt das kalifornische Internet-Unternehmen bereits seit 2001. Damals war ein Wechsel erforderlich, da die millionenschweren Google-Investoren einen erfahrenen Manager an der Spitze sehen wollten. Zuvor hatte Page das Unternehmen bereits drei Jahre lang geführt. Mit seinen damals 27-Jahren schien der technologiebegeisterte Page den Investoren jedoch noch nicht reif genug für den Job an der Spitze von Google.

"Tägliche Aufsicht durch Erwachsene nicht mehr nötig"

In einer Twitter-Meldung von Schmidt, die kurz nach der Pressemitteilung erfolgte, hieß es "Tägliche Aufsicht durch Erwachsene nicht mehr nötig". Der 55-jährige ist sich sicher, dass Page ein guter Nachfolger ist und betonte: "Larry ist bereit für den Posten als CEO".

Der Generationen- und Führungswechsel bei Google dürfte wohl für beide Beteiligten eine Win-Win - Situtation sein. Schmidt äußerte immer wieder den persönlichen Wunsch, wieder verstärkt hinter den Fassaden mitzumischen. Außerdem stellte er fest, dass sich Larry Page in den letzten Jahren sehr viel Mühe gegeben hat, irgendwann das größte Internetunternehmen der Geschichte leiten zu dürfen. So wurden alle wichtigen Entscheidungen der letzten Zeit von Schmidt, Page und Sergej Brin (neben Page der zweite Firmengründer) gemeinsam getroffen.

Eric Schmidt bleibt weiterhin Vorstandsvorsitzender beim Google Konzern und werde Page und Brin jederzeit zur Seite stehen. Sergej's Fokus wird in Zukunft noch mehr auf Innovationen verlagert, so Schmidt. Eine Aufgabe, die dem Google-Mitbegründer bestens liegt.

Guter Zeitpunkt für einen CEO-Wechsel

Obwohl alle Parteien bereits seit längerem über einen Wechsel an der Unternehmensspitze nachgedacht haben, kam die Meldung überraschend. Über die Weihnachtsfeiertage 2010 habe man die endgültige Entscheidung getroffen.

Nicht der schlechteste Zeitpunkt, betrachtet man die aktuellen Quartalszahlen des Suchmaschinenkonzerns. Google konnte im vierten Quartal des letzen Jahres ein Umsatzplatz von 26 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum erzielen. Somit konnten 8,44 Milliarden US-Dollar erwirtschaftet werden. Auch der Nettogewinn wuchs um 29 Prozent auf 2,5 Milliarden Dollar an.

2011 scheint Googles Erfolgsgeschichte weiterzugehen. Experten prognostizieren ein starkes Wachstum von Android, außerdem steht bald das neue Betriebssystem Google Chrome OS in den Startlöchern. Natürlich wird nicht alles Gold, was Google berührt (z.B. Wave), jedoch steckt das Unternehmen Niederschläge weg, als wären es Mückenstiche auf einem Elefanten.