Google meldet Patent für Kamera-Kontaktlinsen an

Google will offenbar nach der Datenbrille Google Glass einen Schritt weiter gehen: Wie Patent Bold berichtet, hat der Suchmaschinen-Konzern Kontaktlinsen mit integrierten Kameras zum Patent angemeldet – zum Schrecken von Datenschützern.

Die elektronischen Bauteile sind den Patentskizzen nach um die Pupille herum angeordnet und werden mechanisch oder via Induktion kabellos mit Strom versorgt. Steuern können sollt Ihr das wohl kleinste aller Wearables mit einem Augenblinzeln, sobald das System Eure persönlichen Augenbewegungen kennengelernt hat.

Antrag beschreibt unterschiedliche Anwendungsmöglichkeiten

Google hat bei den Kontaktlinsen nicht nur an stereoskopische Live-Aufnahmen aus einer echten Ich-Perskeptive gedacht. Bereits in der Vergangenheit hatte Google angekündigt, eine Kontaktlinse für Diabetiker entwickeln zu wollen, die Blutzuckerwerte messen kann. Im neuen Fall soll zum Beispiel eine Kombination aus Linsen und Gesichtserkennungs-Software helfen, Menschen zu identifizieren. Auch könnten die Kontaktlinsen Blinde in ihrem Alltag unterstützen und beispielsweise darauf hinweisen, wenn sie eine Straße überqueren können.

Weitere Probleme für die Privatspähre

Wenn bereits Träger der Datenbrille Google Glass Anfeindungen hervorrufen, so werden unauffällige Kontaktlinsen vermutlich noch problematischer, was die Privatsphäre Dritter angeht. Das Patent wurde bereits Ende 2012 angemeldet und ist nun vom US-Patentamt veröffentlicht worden. Die nötige Technologie für die Smart-Lenses liegt aber noch in der Zukunft, so dass niemand Angst haben muss, bereits in der Öffentlichkeit per Augenzwinkern fotografiert zu werden.


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