Google Play Store und Google Play Services Update

Google hat in den letzten Wochen angefangen auf allen Android Geräten ab Version 2.2 ein neues Design für den Google Play Store zu verteilen. Das Update ist kein kompletter Umbruch zum alten Design, schraubt aber doch an einigen Stellen und feilt wichtige Details heraus.

Das momentan bei Google um sich greifende Kacheldesign wird auch weiter ausgebaut und befindet sich inzwischen von der Startseite, über die installierten Apps bis hin zur Wunschliste.

Von der Nutzung her haben sich nur zwei Änderungen breit gemacht. Einerseits wurde der Dialog, welcher nach der Installation einer App auf ähnliche Angebote hinweisen sollte endlich wieder entfernt. Anscheinend hat er nicht nur mir überhaupt nicht gefallen. Zudem kann man nun auch mehrere Apps, welche neue Rechte benötigen, auf einen Schlag installieren lassen. Die entsprechenden Rechte werden dann natürlich noch abgefragt.

Google Play Services

Auf der Google I/O 2013, welche letzte Woche stattfand, präsentierte Google die neuste Version der Google Play Services. Für alle weniger interessierten Nutzer sei gesagt, dass diese App sich im Hintergrund selbstständig aktualisiert und ihr eigentlich gar nichts tun müsst.

Jeder der ein Gerät mit mindestens Android 2.2 besitzt kommt automatisch in den Genuss dieses Updates, was immerhin über 98 % aller Android-Geräte betrifft. Dies ist auch der große Clou an der ganzen Geschichte, denn ich berichte hier über ein klasse Update, dass auch alle Nutzer erhalten ohne ein neues Gerät erwerben zu müssen.

Als Endverbraucher mache ich direkt gar nichts mit den Google Play Services, sondern die App-Entwickler binden diese in ihre Anwendungen ein und wir dürfen davon profitieren.

Der erneuerte Google Cloud Messaging Service soll dabei für verbesserte Push Benachrichtigungen zwischen den Endgeräten und den Servern des Anbieters sorgen. Dabei sollen zukünftig Benachrichtigungen, die ich auf einem Endgerät als gelesen markiere auch automatisch auf allen anderen Geräten verschwinden. Ich finde das äußerst praktisch, denn aktuell finde ich jeden Abend unzählige unnötige Benachrichtigungen auf meinen Tablet vor, welche ich tagsüber schon lange auf dem Smartphone gesehen hatte.

Auch im Bereich der Ortsbestimmung wurde neue Schnittstellen für Entwickler geöffnet, damit man in Zukunft noch energieeffizienter mit der Ortsbestimmung umgehen kann. Denn oftmals ist eine GPS-Positionierung gar nicht erforderlich oder in Gebäuden auch nicht weiter sinnvoll. Hier soll nun eine standardisierte Schnittstelle immer die passenden Antworten liefern und automatisch zwischen Mobilfunkzellen-Ortungen, GPS und anderen Diensten unterscheiden.

Um das Ganze noch runder zu machen kann ab nun auch angefragt werden, ob ein Nutzer mit seinem Gerät gerade still steht, sich per Auto oder zu Fuß bewegt. Diese Informationen werden über die verschiedenen Sensoren gewonnen und sollen von den Apps für intelligentere Entscheidungen genutzt werden. Zum Beispiel welche Anzeige gerade zu bevorzugen ist oder wie schnell ein Update-Intervall sein muss.

Des Weiteren wurden Verbesserungen rund um die Authentifizierung von Nutzern vorgestellt. Es soll damit leichter werden den entsprechenden Google Account auf eurem Endgerät zu erkennen und diesen zur Identifizierung zu nutzen. Im Idealfall sollen dann auch noch passende Einstellungen stets über selbigen synchronisiert werden.

Fazit

Wie weiter oben beschrieben kann man jetzt sagen, dass uns das doch herzlich egal sein kann, da wir nicht ad hoc von den diesen Neuerungen profitieren. Ich weise aber nochmals darauf hin, dass Google hier eben ein Update ausliefert, was praktisch allen Nutzer zugutekommt, auch wenn euer Hersteller ein wenig lahm mit seinen Updates ist.

Ganz nebenbei stärkt natürlich Google hier nochmals seine Position in der Android Welt und erschwert es Firmen wie Amazon mal eben ihre eigene Android Sparte, ohne Google Play Anbindung, aufrechtzuerhalten.