Google Project Ara: Smartphone für die ganze Menschheit

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Project Ara
Project Ara(© 2014 Twitter/extremetechlove)

Mit Spannung wird das Google Project Ara erwartet – ein Smartphone nach dem Baukastenprinzip, dessen Elemente Ihr euch also selbst zusammenstellen könnt. Am Dienstag begann die erste Konferenz in Mountain View, Kalifornien, wo die Köpfe hinter dem Projekt einen Einblick in die Umsetzung des Geräts gewährt haben.

Das Ziel der Ara Developer Conference ist klar: Unter den Entwicklern ein Bewusstsein dafür schaffen, was sie mit dem Project Ara erreichen können – und zeigen, was das ambitionierte Mobilgerät kann. Ganz ohne Problem verlief der erste Tag aber nicht, wie Paul Eremenko, der Chef des Projekts, eingestehen musste: "Wir haben den Bildschirm beschädigt und das Telefon bootet nicht richtig."

Macht nichts, trotzdem gab es einige interessante Details für die anwesenden Entwickler, die 100 Dollar für die Teilnahme an dem Event bezahlt haben. Auf YouTube gibt es übrigens einen Live-Stream, mit dem Ihr die Konferenz von überall aus verfolgen könnt.

Google Project Ara und das Prinzip der Module

Auf der Developer Conference wurde ein Gerät in seiner Basis-Version gezeigt. Die standardmäßig verbauten Elemente setzen sich aus einem Bildschirm, einer Batterie, einem Prozessor und einem WiFi-Modul zusammen – den Rest könnt Ihr Euch selbst aussuchen. Dafür wird es standardisierte Module geben, die 20 Millimeter messen. Der gezeigte Prototyp hat Platz für fünf sogenannte 2x1-Module sowie zwei 2x2 Module; auf diese Weise könntet Ihr beispielsweise eine Kamera einbauen, wenn Ihr denn eine benötigt.

Diese Module werden in Zusammenarbeit mit dem Unternehmen 3D System produziert, was bereits im November 2013 beschlossen wurde. Die einzelnen Elemente werden in verschiedenen Farben produziert: Cyan, Magenta, Gelb, Weiß, Schwarz sowie halb transparent.

Wie Ihr an die Module gelangt? Ihr braucht einfach nur das Gerät starten, wählt den Ara Configurator aus und kauft auf dem Marktplatz die Module, die Ihr haben wollt. Nach Erhalt könnt Ihr die Module mittels kleiner Elektromagnete an dem Basisgerät befestigen. Die Preise der Elemente würden direkt von den Herstellern der jeweiligen Module festgelegt. Möglicherweise ergeben sich hier auch Chancen für einen florierenden Gebrauchtmarkt, hieß es auf der Konferenz.

Modulares Smartphone für fünf Milliarden Menschen

Die Zielgruppe ist wahnsinnig groß, wenn es nach Paul Eremenko geht: Er will all die Menschen ansprechen, die nicht so viel Wert auf Gadgets oder aktuelle Smartphones legen – was natürlich auch eine Frage des Geldes ist. Somit richtet sich Google Project Ara an die fünf Milliarden Menschen auf der Welt, die sich bislang kein Smartphone leisten könnten.

Offen blieb am Dienstag aber die Frage, wie Google mit diesen Geräten Geld verdienen wolle. Allein die Materialkosten für das Grundgerüst in der grauen Version belaufen sich bislang schon auf 50 Euro.


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