Google Project Tango: Entwickler-Tablet mit 3D-Scanner

Das Google Project Tango Tablet liefert Sensoren und mächtige Grafik-Hardware
Das Google Project Tango Tablet liefert Sensoren und mächtige Grafik-Hardware(© 2014 YouTube/Google ATAP)

Google bringt das zweite Gerät aus dem Project Tango: Nach dem Smartphone mit 3D-Scanner bringt Googles "Advanced Technology and Projects group" (ATAP) jetzt das passende Tablet. Interessenten sollen das Gerät mit den beeindruckenden Systemeigenschaften schon sehr bald in den Händen halten können, berichtet WinFuture.

Das 3D-Tablet hat ähnlich der Smartphone-Version von Project Tango eine Reihe von Sensoren zur dreidimensionalen Erfassung der Umgebung: Direkt neben einer 4-Megapixel-Rückkamera liegen Sensoren für Tiefen- und Bewegungswahrnehmung. Diese werden mit kräftiger Hardware unterfüttert: Der Tegra K1-Chipsatz von Nvidia verfügt mit insgesamt 192 Kernen, von denen 188 für die Grafikverarbeitung zuständig sind, über die Bildverarbeitungskraft eines Desktop-PCs. Vier Gigabyte Arbeitsspeicher und 128 Gigabyte interner Speicher sind für ein 7-Zoll-Tablet ebenfalls beeindruckende Werte.

Indoor-Navigation für Roboter?

Wie auch das entsprechende Smartphone kann das 3D-Tablet detaillierte dreidimensionale Modelle seiner Umgebung erstellen. Wozu genau dies dient, hat selbst Google noch nicht fest entschieden: Andere Entwickler sollen Ideen hervorbringen, wie sich die Vermessung der Welt nutzen lässt. Vorstellbar wäre neben Gaming-Anwendungen und der Indoor-Navigation auch die Hilfe für sehbehinderte Menschen oder Orientierungsmöglichkeiten für autonome Roboter.

Das Tablet lässt sich auf der Webseite von Project Tango ab sofort vorbestellen. Für 1024 Dollar enthalten interessierte Entwickler bei erfolgreicher Bewerbung noch diesen Sommer ihr Gerät. Google weist jedoch darauf hin, dass es sich beim ATAP nicht um ein Gerät für den Endnutzer, sondern um eine Entwicklerplattform handelt.


Weitere Artikel zum Thema
Google Stadia: Micro­soft ist beein­druckt und will dage­gen­hal­ten
Francis Lido
Der Google-Stadia-Controller gefällt dem Xbox-Chef offenbar
Microsofts Phil Spencer soll in einer E-Mail seine Gedanken zu Google Stadia geteilt haben. Der Xbox-Chef will bald mit xCloud kontern.
Google Stadia: So schnell muss euer Inter­net für Spiele-Stre­a­ming sein
Francis Lido
Google Stadia: Der offizielle Controller ist Voraussetzung für das Spielen über Chromecast
Welche Internet-Geschwindigkeit benötigt ihr für Google Stadia? Der Chef des Spiele-Streaming-Dienstes hat es verraten.
Android: Google fragt euch bald, welchen Brow­ser ihr nutzen möch­tet
Sascha Adermann
Künftig sollen Android-Nutzer den standardmäßigen Internet-Browser frei wählen können
Google kündigt Änderungen am Betriebssystem Android an. Nutzer können Browser und Suchmaschine bald frei wählen. "Schuld" ist die EU-Kommission.

Diese Website verwendet Cookies, um die Nutzerfreundlichkeit zu verbessern. Durch die weitere Nutzung der Website stimmen Sie dem zu. Um mehr über die von uns verwendeten Cookies zu erfahren und wie man sie deaktiviert, können Sie unsere Cookie-Richtlinie aufrufen.