Patentzoff: Heißt Google Glass bald nicht mehr "Glass"?

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Google_Glasses_2014
Google_Glasses_2014(© 2014 CURVED)

Den Begriff „Google Glass“ konnte sich der kalifornische Internetkonzern für sein neues Wearable bereits sichern. Beim Wort „Glass“ alleine stellt sich jetzt die US-Patentbehörde quer: Als einzelnes Wort ist es einfach zu ungenau. Googles Anwälte feuern jetzt zurück, wie das Wall Street Journal berichtet.

Nach US-Patentrecht können generell beschreibende Worte nicht per Trademark geschützt werden: Ein Schuhhersteller kann beispielsweise sein Produkt nicht „Shoe“ nennen und gegen Konkurrenten vorgehen, die ihrerseits Schuhe verkaufen und als solche bezeichnen. Für die Patentrechtler der US-Behörde ist die Bezeichnung „Glass“ nur ein beschreibender Faktor von Googles Datenbrille und daher nicht als schützenswerte Marke registrierbar.

Googles Anwälte leiten die nächste Runde ein

Google reagierte auf die Ablehnung des Patentamtes mit einem 1928 Seiten starken Anwaltsschreiben, in dem vor allem auf die enorme Medienaufmerksamkeit für Google Glass in den letzten Monaten hingewiesen wird. Verwechslungsgefahr mit anderen Produkten ist für die Anwälte des Konzerns damit nicht gegeben. Auch sei ein Großteil des Wearables nicht aus Glas, sondern aus Titan und Plastik, was die Argumentation des Namens als beschreibenden Faktor aushebeln soll. Der patentrechtliche Streit geht damit erst einmal in die zweite Runde.

Kürzerer Begriff – bessere Marketingmöglichkeiten

Es geht Google wohl hauptsächlich darum, sein Produkt mit dem einfachen, kurzen Wort „Glass“ bewerben zu können, ohne sich vor Nachahmern fürchten zu müssen. Das Gadget grundsätzlich „Google Glass“ nennen zu müssen, würde dem Marketing wohl einiges an verbaler Eleganz nehmen. Zudem würden Konkurrenten die Möglichkeit erhalten, ihr Produkt „Glass“ zu nennen. Vor allem unwissende Nutzer, so der Gedanke hinter dem Trademark-Gesuch, könnten damit von Nachahmern in die Irre geführt werden.


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