Google Übersetzer wird per Update zum Live-Dolmetscher

Simultandolmetscher für die Hosentasche: Die bereits vor einiger Zeit bekannt gewordenen Features finden mit dem neuesten Update Einzug in die Google Übersetzer-App. Die übersetzt dann neben gesprochener Sprache auch abgefilmte Texte live auf dem Smartphone-Screen.

Das Video, mit dem Google das neue Update für seinen Übersetzer preist, erklärt wenig. Die Verbesserung der Spracherkennung liegt nämlich im Detail: Zwar erkannte die App schon vorher gesprochene Sätze, doch ist sie erst jetzt in der Lage, automatisch zwischen unterschiedlichen Sprachen zu unterscheiden. Im Urlaub könnt Ihr so einen Passanten nach dem Weg fragen, ohne dass Ihr während des Dialogs Einstellungen in der App vornehmen müsstet. Der Google Übersetzer ist sowohl für Android im Play Store als auch für iOS im App Store erhältlich, die neue Version soll für beide Plattformen alsbald online gehen.

Translate? Transearly? Transnow!

Was das Video ebenfalls nicht zeigt, ist der Live-Übersetzer per Kamera: Für dieses Feature hatte Google vor einiger Zeit eigens das Unternehmen Quest Visual übernommen. Das Prinzip von deren Software Word Lens sollte Textübersetzung denkbar einfach gestalten: Abgefilmte Texte mit fremdsprachigem Inhalt erscheinen in Echtzeit auf dem Screen des eigenen Smartphones, vom Straßenschild bis zur Speisekarte.

Das funktioniert aktuell allerdings nur aus dem Englischen in die Sprachen Deutsch, Französisch, Italienisch, Portugiesisch, Russisch und Spanisch sowie auf dem umgekehrten Weg von einer dieser Sprachen ins Englische – wie schon bei Word Lens. Dort stößt die Funktion bei höheren Wortzahlen vor der Kamera allerdings schnell an ihre Grenzen und wird unpräzise. Ob das für den Google Übersetzer genauso gilt, könnt Ihr bald selbst überprüfen.


Weitere Artikel zum Thema
Twit­ter-Konten von Obama, Gates, Musk und Co. gehackt – Vorsicht Betrug!
Guido Karsten
Wie konnten so viele verifizierte Twitter-Accounts gehackt werden?
Etliche verifizierte Twitter-Accounts von Prominenten wie Barack Obama, Elon Musk, Bill Gates und Co. wurden gehackt – und für Betrügereien verwendet.
Steu­er­bot fürs Smart­phone im Test: Plötz­lich macht die Steu­er­er­klä­rung Spaß
Jan Johannsen
UPDATESmart75Der Steuerbot macht auch Vorschläge zum Geld sparen.
Der Steuerbot macht aus der mühseligen Steuererklärung eine Nebensächlichkeit. So das Versprechen. Wir haben den Dienst getestet.
Google Maps zeigt nun auch Ampeln an
Michael Keller
Google Maps könnte das Ampel-Feature schon bald einführen
Zeigt euch Google Maps bald auch Ampeln an? Der Suchmaschinenriese testet das praktische Feature derzeit in den USA.