Google und Facebook starten Aufklärung über Fake News

Google führt einen Faktencheck für News ein, der allerdings nicht immer angewandt wird
Google führt einen Faktencheck für News ein, der allerdings nicht immer angewandt wird(© 2017 CURVED)

Google und Facebook stemmen sich der Flut an Fake News entgegen – zumindest ein wenig: Sowohl der Suchmaschinenriese als auch das soziale Netzwerk haben ihre Versuche verstärkt, die Verbreitung von Falschmeldungen einzudämmen.

Google zum Beispiel führt einen Faktencheck für Nachrichten ein, wie das Unternehmen über seinen Blog The Keyword bekannt gibt. Den entsprechenden Tag können sich Nutzer in einigen Ländern in der News-Übersicht anzeigen lassen. Der Haken kennzeichnet künftig solche Nachrichten, die von Organisationen und Publishern auf ihren Wahrheitsgehalt hin untersucht wurden. Wie Google betont, steht der Faktencheck nicht für alle News und Suchergebnisse gleichermaßen zur Verfügung. Zudem könne es passieren, dass die beteiligten Herausgeber zu unterschiedlichen Einschätzungen kommen, ob es sich bei einer Nachricht um Fake News handelt oder nicht.

Wie erkenne ich Fake News?

Auch Facebook will in Deutschland künftig auf Fake News hinweisen: Derzeit erhalten Nutzer des sozialen Netzwerks allerdings zunächst eine Übersicht dazu, wie sie Falschmeldungen selbst erkennen können, berichtet Spiegel Online. Beim Einloggen in den Newsfeed wird eine ganze Seite mit Tipps angezeigt, so zum Beispiel "Sieh dir die URL genau an" oder "Lies Überschriften kritisch". Für den Grundkurs in Sachen Fake News hat Facebook mit Correctiv, Klicksafe, der Stiftung Digitale Chancen sowie Deutschland Sicher im Netz zusammengearbeitet.

Nicht zuletzt im Zuge der Präsidentschaftswahl 2016 in den USA war Facebook in die Kritik geraten, da sich Nutzer in dem Netzwerk leicht in eine "Informationsblase" begeben könnten, die kaum andere Meinungen als die eigene anzeigt. Bereits im Januar 2017 hatte das Netzwerk entsprechende Maßnahmen angekündigt – die nun angezeigte Meldung ist sicherlich nur ein erster Schritt. Und auch Google wird seine Bemühungen vermutlich noch ausweiten.

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