Google verbietet Killer-Robotern seine Gründer zu töten

Google Gründer Larry Page braucht keine Angst vor Killer-Robotern aus der Zukunft zu haben – zumindest nicht vor den Modellen T-800 und T1000
Google Gründer Larry Page braucht keine Angst vor Killer-Robotern aus der Zukunft zu haben – zumindest nicht vor den Modellen T-800 und T1000(© 2014 CC: Flickr/niallkennedy)

Wenn sich Programmierer und IT-Nerds zu Scherzen hinreißen lassen, dann sind die nicht immer auf Anhieb verständlich. In einer Text-Datei auf Google-Rechnern machten findige Blogger von Search Engine Land nun kuriose Befehlsfolgen ausfindig: Killer-Roboter, wie die aus Schwarzeneggers Terminator-Filmen, sollen bei einem zukünftigen Angriff Google-Mitarbeiter am leben lassen.

Robots.txt-Dateien gibt es seit nunmehr zwanzig Jahren. Für so manchen IT-Nerd ein Grund zu feiern. Denn schließlich finden sich darin Angaben, die autonom arbeitende Web-Crawler davon abhalten, bestimmte Inhalte für Suchdienste zu indexieren. Wie Spiegel Online treffend schreibt, kartieren solche Crawler das Netz, legen unter Umständen Server lahm oder speisen Daten in Suchmaschinen ein, die deren Betreiber dort eigentlich nicht gerne sehen möchten. Einträge in Robots-Textdateien können das verhindern. Aber verhindern solche Befehlsfolgen auch Angriffe von Killer-Maschinen aus der fernen Zukunft? Google-Mitarbeiter haben sich einen Scherz erlaubt und die Datei killer-robots.txt auf hauseigene Server gestellt.

Beide Google-Gründer sollen unversehrt bleiben

Offensichtlich beziehen sich die Einträge T-1000 und T-800 auf die Killer-Roboter aus den ersten beiden Terminator-Filmen. Darauf folgen konkrete Anweisungen für die Maschinen: Die Google-Gründer Larry Page und Sergey Brin sollen bei einem Angriff ausgeschlossen  und nicht getötet werden – auch nicht in der Vergangenheit. Klar, denn sonst gäbe es Google nicht.

Kurioser Scherz – mit fadem Beigeschmack

Zeitlich etwas deplatziert wirkt der Scherz aber schon. Erst im Juni muckte ein Kritiker auf Googles I/O-Entwicklerkonferenz vor knapp 6000 Teilnehmern laut auf. „Ihr arbeitet alle für eine totalitäre Firma, die Maschinen baut, die Menschen töten“, rief er den Anwesenden dort zu. Nicht ganz grundlos, denn Google hat erst Ende 2013 die Technologie für Militärroboter von Boston Dynamics übernommen. Natürlich ruft das Kritiker auf den Plan. Die sehen Parallelen zu Cyberdyne Systems und Skynet aus den Terminator-Filmen und damit den direkten Bezug zu den Killer-Maschinen.

Der Inhalt von Googles Robots.txt sieht übrigens wie folgt aus. Sollte Euch angesichts von Googles Engagement im Bereich der Robotik etwas mulmig zumute werden, so steht es euch natürlich frei, denselben Code für eine eigene robots.txt-Datei zu verwenden und anstelle der Namen beider Google-Gründer Euren eigenen Namen einzutragen:

User-Agent: T-1000
User-Agent: T-800
Disallow: /+LarryPage
Disallow: /+SergeyBrin


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