Google verpflichtet Smartphone-Hersteller zu zwei Jahren Updates

Google selbst liefert für seine eigenen Smartphones (Bild: Pixel 3 XL) schon längst regelmäßige Sicherheitsupdates über Jahre
Google selbst liefert für seine eigenen Smartphones (Bild: Pixel 3 XL) schon längst regelmäßige Sicherheitsupdates über Jahre(© 2018 CURVED)

Google macht offenbar Druck auf die Smartphone-Hersteller. Aus vertraulichen Verträgen soll hervorgehen, dass der Suchmaschinenriese seine Vertragspartner in naher Zukunft zu regelmäßigen Sicherheitsupdates für bestimmte Geräte verpflichtet. Unternehmen die sich nicht an die Vorgaben halten, müssen wohl mit Konsequenzen rechnen.

Hersteller, die ein Smartphone oder Tablet mit Android-Betriebssystem auf dem europäischen Markt vertreiben, sollen künftig mindestens zwei Jahre lang Aktualisierungen für das jeweilige Gerät bereitstellen. In den ersten zwölf Monaten nach Veröffentlichung fordert Google "mindestens vier Sicherheitsupdates", wie The Verge unter Berufung auf vorliegende vertrauliche Vertragsinhalte berichtet. Bis zum Ende jedes Monats müssten sämtliche bekannte Sicherheitslücken geschlossen werden, die dann mindestens 90 Tage alt sind.

Google könnte neue Smartphones "blockieren"

Im zweiten Jahr nach Veröffentlichung eines Smartphones müssen Hersteller dann offenbar alle 90 Tage ein Sicherheitsupdate liefern. Mit der Regelung sollten also viele aktuelle Modelle besser gegen Angreifer geschützt sein. Die Vertragsbestimmungen sollen bereits ab dem 31. Januar 2019 für alle Android-Geräte gelten, die mindestens 100.000 Mal verkauft worden sind. Demnach dürften auch kleinere Hersteller von den Auflagen betroffen sein. Bleibt nur zu hoffen, dass solche Unternehmen auch genügend Kapazitäten haben, um die Zeitvorgaben einzuhalten. "Project Treble" dürfte hier aber hilfreich sein.

Werden die Vorgaben seitens der Hersteller nicht erfüllt, so könnte Google im Gegenzug die Veröffentlichung kommender Android-Geräte der betroffenen Unternehmen verzögern oder sogar verhindern – mittels ausbleibender Genehmigungen. Ob für andere Regionen und Märkte ähnliche oder sogar strengere Regeln gelten, ist nicht sicher. Ganz unwahrscheinlich erscheint es jedoch nicht.


Weitere Artikel zum Thema
Erstes Bild vom Pixel 5 XL: Probiert es Google mit einem Emoji-Design?
Lars Wertgen
Nicht meins17Google Pixel 5 XL Leak
Sieht so das Google Pixel 5 XL aus? Im Netz sind Aufnahmen aufgetaucht, auf dem das neue Smartphone zu sehen sein soll.
Android 11: Google verrät verse­hent­lich erste Neue­run­gen
Lars Wertgen
Das Samsung Galaxy S10 zählt zu den Handys, die Android 11 erhalten
Mit welchen Neuerungen von Android 11 will uns Google begeistern? Einen ersten Fingerzeig gibt das Unternehmen selbst.
Emoji selbst erstel­len: Google-Tasta­tur Gboard erhält verrück­tes Feature
Christoph Lübben
Wolltet ihr schon häufig in Chats mit einem Affen-Kaktus antworten? Die Google-Tastatur Gboard macht es bald möglich
Die Emoji Kitchen hat bald geöffnet: Die Google-Tastatur Gboard erhält ein neues (und witziges) Feature, mit dem ihr Emojis kombinieren könnt.