Google verzichtet aus taktischen Gründen auf LTE im Nexus 4

Blickt man in die USA, so hat der neue Mobilfunkstandard dort bereits an großer Bedeutung gewonnen. Mobilfunkanbieter wie AT&T oder Verizon werben aktiv und aggressiv mit 4G / LTE. In Deutschland sind die entsprechenden Netze bislang allerdings weitaus weniger weit ausgebaut, so dass eine flächendeckende Nutzung so gut wie unmöglich ist. In anderen wichtigen Absatzgebieten außerhalb der USA sieht es ähnlich aus.

Batterielaufzeit leidet unter LTE

Andy Rubin, einer der wichtigsten Android-Entwickler bei Google, nennt als einen Hauptgrund für den Verzicht von LTE im Nexus 4 eine verkürzte Batterielaufzeit. Mit der LTE-Version des Galaxy Nexus habe man diesbezüglich schlechte Erfahrungen gemacht. Da das Hochgeschwindigkeitsnetz noch immer viele Lücken aufweise, habe das Gerät häufig zwischen 3G und 4G Hin- und Herschalten müssen, was den Akku stark strapazieren würde.

Außerdem erschweren unterschiedliche Netzstandards die Integration eines LTE-Moduls. Erst kürzlich geriet das iPhone dadurch in Kritik: Es warb mit 4G-Konnektivität, konnte diese in Europa auf Grund anderer Netzstandards aber gar nicht leisten. In einem Smartphone alle verschiedenen LTE-Netze zu unterstützten, sei momentan so gut wie unmöglich.

Nexus-Programm steht für offene Geräte

Ein weiterer wichtiger Faktor ist laut Rubin die Offenheit der Nexus-Geräte. Da LTE-Netze nur von Geräten mit speziellem Provider-Branding, also einer Art Anbieter-Kennung, benutzt werden könnten, würde man bei LTE-Integration im Nexus 4 Gefahr laufen, Android Updates nicht zeitnah ausliefern zu können. Damit wäre quasi ein wichtiges Kaufargument von Nexus Geräten aufgehoben.

Quelle: The Verge