Google Voice Access: Diese Android-App ist "Hey Siri" auf Steroiden

"OK Google" kann Web-Suchen und Apps starten. Das ist ein Witz gegen das, was "Google Voice Access" beherrscht. Mit der App müsst Ihr das Smartphone nicht einmal mehr anfassen.

Willkommen in der Zukunft. Im offiziellen Google Blog hat das Unternehmen die App Voice Access vorgestellt. Wie der Name schon sagt, könnt Ihr damit Euer komplettes Smartphone per Stimmeingabe steuern. Laut Android Police erhält die Anwendung Zugriff auf den Accessibility Service, um den Bildschirm nach Elementen abzusuchen, mit denen Ihr interagieren könnt. Zusätzlich ist es ratsam, in den Einstellungen der "OK Google"-Erkennung die Option "Auf jedem Bildschirm" zu aktivieren. Das erlaubt Euch, das Gerät zu benutzen, ohne es in die Hand zu nehmen.

Mit Voice Access könnt Ihr Eurem Smartphone nicht nur einfache Befehle, wie etwa "Open Chrome" geben, sondern auch auf Seiten scrollen ("Scroll down."), auf den Homescreen zurückkehren ("Go Home.") oder innerhalb von Apps vor und zurück navigieren. Darüber hinaus zeigt Euch Voice Access Nummern an jedem Objekt an, mit dem Ihr interagieren könnt. Sagt einfach "Tap Number 17", um zum Beispiel einen Eintrag in den Einstellungen auszuwählen.

Google guckt bei Microsoft ab

Neu ist das Zahlenspiel auf dem Bildschirm nicht. Diese Art der Sprachsteuerung gab es schon in diversen Windows-Versionen. Voice Access ist trotzdem eine sinnvolle Erweiterung für Situationen, in denen man sprichwörtlich alle Hände voll zu tun hat oder (und das ist noch wichtiger) für Menschen, die nicht in der Lage dazu sind, ein Smartphone über den Touchscreen zu bedienen.

Der einzige Haken: Noch befindet sich Voice Access in einer Beta-Version. Das bedeutet, die App versteht nur Englisch. Dementsprechend müsst Ihr auch in der Google-App die Sprache auf US-Englisch umschalten und Kommandos auf Englisch geben. Was noch stört: Die Anwendung kann noch nicht separieren, ob man mit Ihr oder einem Gesprächspartner spricht. Deshalb schneidet sie komplett alles mit.

Beta-Programm voll: So kommt Ihr dran

Weil es sich hier um eine Google-App handelt, war der Andrang offenbar so groß, dass das Beta-Programm bereits überlaufen ist. Aktuell lässt sich die App nicht über den Play Store laden. Android Police hat die Anwendung allerdings auf APKMirror hochgeladen. Von dort könnt Ihr sie herunterladen und per Sideload auf eigene Gefahr auf Eurem Smartphone installieren. Dazu benötigt Ihr mindestens Android 5.0 Lollipop.


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