Google will mit 180 Satelliten die weltweite Vernetzung

Google plant offenbar den Schritt ins All
Google plant offenbar den Schritt ins All(© 2014 CC: Flickr/Affiliate)

Google macht mit seinen Plänen für ein weltweit verfügbares Internet offenbar ernst: 180 neue Satelliten sollen künftig auch abgelegene, dünn besiedelte Gebiete ans Netz bringen. Dies will sich der Suchmaschinenkonzern laut Wall Street Journal zwischen einer und drei Milliarden Dollar kosten lassen.

Das Projekt könnte die Netzabdeckung des bereits angeschobenen Loon-Projekts erweitern: Die solarbetriebenen Stratosphärenballons sollen über besiedelten Gebieten schweben, während das Weltraumprojekt auch entlegensten Winkeln eine Netzanbindung verschaffen würde. Die nun geplante Serie von Kleinstsatelliten soll sich unterhalb der Höhe anderer Satelliten bewegen, berichtet das Wall Street Journal. Also eine passende Ergänzung zu den Stratosphärenballons. Einen ähnlichen Schritt hatte auch Facebook bereits angekündigt: Statt Satelliten wolle das Unternehmen aber auf Drohnen setzen, die in großer Höhe schweben.

Google überall

Eines von Googles erklärten Zielen ist, das Internet auch zu dem Drittel der Menschheit zu bringen, das derzeit noch keinen Zugriff auf das globale Datennetz hat. Während ein Netzanschluss das Leben von Menschen durchaus verbessert, wie Google-Sprecher immer wieder betonen, handelt der Konzern wohl nicht ganz uneigennützig: Weltweites Internet bedeutet auch, dass Google-Dienste und Online-Angebote weltweit genutzt und Google-Werbung überall geschaltet werden kann. Cloud-Dienste wie die Nutzung von Chromebooks wären dann ebenso überall verfügbar, wie die eventuell auf Google Maps basierende Navigation autonomer Fahrzeuge.


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