GoPro: Hero 6 Black und 360-Grad-Kamera Fusion angekündigt

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Die GoPro Fusion ist die erste 360-Grad-Kamera des Herstellers
Die GoPro Fusion ist die erste 360-Grad-Kamera des Herstellers(© 2017 GoPro)

Actioncam-Hersteller GoPro hat seine neuen Kameras angekündigt. Die Hero 6 Black ist optisch mit ihrem Vorgänger identisch, bietet aber bessere Technik. Die GoPro Fusion ist die erste 360-Grad-Kamera des Herstellers

GoPro Hero 6 Black

Die neue Hero 6 Black kommt im gleichen Gehäuse wie schon die Hero 5 Black. Das ist auch gut so, schließlich hatte der Hersteller dieses erst beim letzten Modell geändert und das neue Zubehör inklusive Drohne auf dieses Format angepasst. Somit ist auch die Hero 6 Black bis zu zehn Meter wasserdicht.

Innerlich hat sich aber einiges getan: Das neue Herzstück der GoPro-Actioncam ist ein eigens entwickelter Prozessor. Der GP1 soll zum einen dafür sorgen, dass Ihr jetzt mit mehr Bildern pro Sekunde aufnehmen könnt, verbessert aber auch die Bildqualität. Das soll vor allem im Dynamikbereich und bei Aufnahmen mit wenig Licht deutlich werden. Außerdem werden damit laut GoPro Szenen und Einstellungen besser auf ihre Inhalte analysiert, um schönere automatische Videos, die sogenannten "QuickStories", zu erstellen. Diese werden in der GoPro-App auf Eurem Smartphone erstellt. Die berechnete Bildstabilisierung soll dank des GP1 jetzt so gut sein, dass auch ohne Gimbal wackelfreie Aufnahmen gelingen. Der Datentransfer von Kamera zu Handy soll mit der neuen Hero 6 Black drei Mal so schnell sein wie bisher.

GoPro Hero 6 sieht genau so aus wie ihr Vorgänger, die Hero 5 Black(© 2017 GoPro)

4K-Videos (3840 x 2160 Pixel) nehmt Ihr jetzt mit 60 statt 30 Bildern pro Sekunde auf. Auch die Zeitlupe wurde verbessert: Mit der Full-HD-Auflösung (1920 x 1080 Pixel) filmt Ihr Videos mit bis zu 240 statt bisher 120 Bildern pro Sekunde. Das ergibt eine Zeitlupe, die zehn Mal langsamer abläuft als Echtzeit. Die neue Hero 6 Black ist ab sofort für 569,99 Euro erhältlich.

Hier die offiziellen technischen Spezifikationen im Überblick:

  • Eigens designter GP1 Prozessor
  • 4K-Videos mit bis zu 60 und Full-HD-Videos mit bis zu 240 Bilder pro Sekunde
  • Fotoaufnahmen mit 12 Megapixeln und HDR
  • Bessere Bildstabilisierung
  • Digitalzoom
  • Verbesserter Dynamikbereich, verbesserte Aufnahmen bei wenig Licht
  • RAW- und HDR-Aufnahmen möglich
  • 3x schnellere Datenübertragung von der Kamera im 5GHz-WLAN
  • Wasserdicht bis zehn Meter
  • Kompatibel mit der Karma Drohne, dem Karma Grip und anderen GoPro-Mounts
  • Sprachsteuerung in zehn Sprachen
  • GPS, Beschleunigungssensor und Gyroskop
  • WLAN, Bluetooth

360 Grad Kamera Fusion kommt im November

Bereits im April diesen Jahres hat GoPro seine erste 360-Grad-Kamera vorgestellt. Jetzt hat die GoPro Fusion auch einen ungefähren Release-Termin: Im November kommt sie auf den Markt. Vorbestellen könnt Ihr sie ab sofort für 749,99 Euro. Die GoPro Fusion erlaubt erstmals sphärische Aufnahmen, die anschließend zu 360-Grad-Videos oder -Fotos montiert werden. Die Aufnahmen können auch per App so abgespielt werden, dass sie kugelrund aussehen wie eine Weltkugel.

Die Sensoren der GoPro Fusion zeichnen Videomaterial in 5,2K bei 30 Bildern pro Sekunde oder in 3K mit 60 Bildern pro Sekunde auf. Per App könnt Ihr die Videos entweder als Inhalte für VR-Brillen teilen oder mit der Funktion "OverCapture" dynamisch eine Perspektive auswählen und die Aufnahme als normales Video posten oder verschicken. Dieser besondere Modus wird Anfang nächsten Jahres per Update nachgeliefert.

Hier die technischen Spezifikationen im Überblick:

  • Sphärische Videos in 5,2K-Qualität (30 Bilder pro Sekunde) oder 3K-Qualität (60 Bilder pro Sekunde)
  • 18-Megapixel-Auflösung für sphärische Fotos
  • Kompatibel zur GoPro-App
  • "OverCapture"-Funktion schneidet aus dem 360-Grad-Material ein traditionelles Video mit nur einer Perspektive
  • Verbesserte Bildstabilisation
  • 360-Grad-Audio
  • Wasserfest bis fünf Meter
  • Kompatibel zu den meisten GoPro-Mounts
  • Im Lieferumfang ist der Fusion Grip Mount (Handstativ) enthalten
  • Sprachsteuerung in mehr als zehn Sprachen
  • GPS, Beschleunigungssensor, Gyroskop und Kompass
  • WLAN, Bluetooth

Karma Drohne bekommt neue Funktionen

Auch die hauseigene Drohne Karma erhält ein Update. Mit dem neuen "Follow Me"-Modus soll Euch die Drohne automatisch folgen, wenn Ihr Euch bewegt. Das passiert per GPS-Tracking des Controllers. Andere Drohnenhersteller wie zum Beispiel DJI bieten diese Funktion in ihren Fluggeräten allerdings schon seit langem.

GoPros Drohne Karma bekommt vier neue Flugmodi(© 2017 GoPro)

Außerdem kommen drei weitere Flugmodi hinzu: "Watch", "Cable Cam" und "Look Up Tilt". Im Watch-Modus bleibt die Drohne an einem festen Punkt, dreht sich aber immer zum Drohnenpiloten, wenn er sich um die Karma bewegt. Im Cable-Cam-Modus legt Ihr bis zu zehn Wegpunkte fest, die die Drohne bei der Videoaufnahme abfliegen soll. Und bei "Look Up Tilt" wird die Kamera nach oben geneigt, um oberhalb des Horizonts zu filmen. Die Updates sollen in den nächsten Tagen erscheinen.

Neues Zubehör

GoPros Actionkamera ist auch sehr beliebt, weil es sehr viel Zubehör, die sogenannten Mounts, gibt, um immer wieder aus anderen Perspektiven aufnehmen zu können. Auf der Präsentation im September hat GoPro drei neue Mounts vorgestellt: Shorty, Handler und Bite + Floaty.

Der Shorty ist ein kleiner Stab, den Ihr für Aufnahmen aus der Hand verwenden könnt. Zusätzlich lässt er sich zu einem Dreibeinstativ (Tripod) ausklappen, falls Ihr die Kamera hinstellen möchtet. Durch seine kompakte Größe ist er sehr flexibel. Er kostet 39,99 Euro. Der Handler ist ebenfalls ein Handstativ, bei dem sich die Kamera schnell abnehmen lässt. Wie die Hero 6 selbst, ist auch der Handler wasserdicht. Er kostet 29,99 Euro.

Spannend für Aufnahmen aus der Egoperspektive (POV) ist der neue Bite-Mount. Auf den Ihr - wie der Name schon vermuten lässt - drauf beißt, um die Kamera festzuhalten. So habt Ihr die Hände frei und die Videos werden noch echter aus Eurer Perspektive aufgenommen als mit den bereits erhältlichen Brustgurt, an dem die Kamera in Eurer Körpermitte befestigt ist. Der Bite-Mount hat zusätzlich einen Clip, der zum Beispiel an einem Surfbrett befestigt werden kann. Das Set 29,99 Euro. Alle drei neuen Mounts sind ebenfalls ab sofort erhältlich.


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