Großbritannien: Cyber-Sicherheit ist kein Schnäppchen

Großbritannien lässt sich die Sicherheit im World Wide Web etwas kosten. Rund 650 Millionen Pfund (750 Millionen Euro) sollen auf der Insel in die Cyber-Sicherheit investiert werden.

Es ist das erklärte Ziel der Regierung, Großbritannien zu einem der sichersten Orte für Geschäfte im Internet zu machen. Die Cyber-Sicherheit bekommt in Großbritannien den selben Stellenwert wie internationaler Terrorismus, militärische Krisen und Naturkatastrophen.

Der Nachrichten- und Sicherheitsdienst Government Communication Headquarters (GCHQ) bekommt 346 Millionen Pfund (446 Millionen Euro) vom Kuchen ab. Damit soll die Überwachung und der Schutz vor Angriffen im Cyberspace optimiert und die Erkenntnisse auch für die Privatwirtschaft genutzt werden. Außerdem will man in Großbritannien eine neue Einheit schaffen, die neben der Unterstützung für das GCHQ auch die Mittel der britischen Armee verbessern soll.

Bis 2015 soll sich die Mehrheit der Bürger in Großbritannien selbst vor den Gefahren aus dem Internet schützen können, so die Absichten der Regierung. Auch Aufklärung über die Gefahren gehört mit zur britischen Strategie in Sachen Cyber-Sicherheit. Die Menschen sollen sich der Gefahren bewusst sein, auch und gerade dann, wenn es um die Verarbeitung privater und sensibler Daten geht.

Ob und wie weit sich die Ideen der britischen Regierung umsetzen lassen, wird wohl abzuwarten sein. Der Ansatz scheint jedoch auf den ersten Blick sinnvoll.