Groupon erholt sich langsam

Der Rabattdienstleister "Groupon" hat seinen Bericht zum vierten Quartal und dem Geschäftsjahr 2011 vorgelegt. Einen Nettoverlust von 48 Millionen Dollar fuhr das Unternehmen im ersten Quartal nach Börsenstart ein. Der Aktienwert sank um 0,08 Dollar pro Aktie. Im Vergleich gegenüber dem Vorjahr legte die Firma allerdings leicht zu. Damals betrug der Schuldenberg 143 Millionen Dollar. Analysten hatten für das Jahr 2011 mit schwarzen Zahlen gerechnet.

An der Wall Street war die Stimmung ebenfalls getrübt: Am gestrigen Mittwochabend brach im nachbörslichen Handel an der Technikbörse Nasdaq die Groupon-Aktie um 15,46 Prozent auf 20,78 Dollar ein. Dieser Wert liegt knapp über dem Anfangswert des November von 20 Dollar. In der Vergangenheit wurde dieser Punkt schon unterschritten. Der operative Gewinn  liegt seit Beginn erstmals im positiven Bereich: 15 Millionen Dollar konnte der Konzern verzeichnen. Die Firma rechnet für das erste Quartal im Jahr 2012 mit einem ähnlichen oder sogar höheren Wert. Als Sparmaßnahme wolle man die Marketing-Aktionen zurückfahren. "Wir haben 2011 250.000 lokalen Händlern in 47 Ländern dabei geholfen, ihr Geschäft auszubauen, während Groupon-Kunden Milliarden Dollar gespart haben", erklärte Andrew Mason (CEO).  Die Dienstleistungsfirma werde weiterhin in neue Dienste und dazu erforderliche Werkzeuge investieren.

Gegenüber dem Vorjahr stiegen die Einnahmen von Groupon um 419 Prozent auf 1,6 Milliarden Dollar. Für das laufende Quartal rechnet die Geschäftsleitung mit Umsätzen bis zu 550 Millionen Dollar. Ein operativer Gewinn von 35 Millionen Dollar könnte erreicht werden.

Als Groupon seinen Börsengang verkündete, waren einige Experten skeptisch, ob das Geschäftsmodell erfolgreich sein wird. Das Onlineportal Groupon bietet Unternehmen gegen Provision an, auf ihrer Plattform potenzielle Kunden zu gewinnen. Dazu dienen Rabattcodes, die von den Nutzern erworben werden können, um eine Leistung in Anspruch zu nehmen.