Günstig und gut ausgestattet: Eve V ist der Surface-Killer

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Eve V mit Anstecktastatur
Eve V mit Anstecktastatur(© 2017 Eve)

Viele Köche verderben nicht immer den Brei: Hinter dem Eve V steckt eine Community von über 1000 Menschen, die sich aktiv an der Entwicklung des Tablets mit Ansteck-Tastatur beteiligt hat. Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Das Datenblatt hängt das Surface von Microsoft und die Hybrid-Konkurrenz locker ab und kostet dennoch fast 1000 Euro weniger.

Die optische Ähnlichkeit des Eve V mit dem Surface lässt sich nicht verleugnen. Das Metallgehäuse setzt auf klare Kanten und verzichtet auf verspielte Schnörkel. Selbst den ausklappbaren Standfuß auf der Rückseite hat das finnische Unternehmen hinter dem Tablet übernommen – und das durchaus mit Segen von Microsoft. Doch dazu später mehr. Werfen wir zuerst einen Blick auf die Ausstattung, bei der Ihr keine Abstriche erwarten müsst.

12,3 Zoll, Intel Core i7, 16 GB RAM

12,3 Zoll ist das Display des Eve V groß und bietet eine Auflösung von 2736 x 1824 Pixeln. Damit verfügt es fast über den gleichen Bildschirm wie das Surface Pro 4, legt nur beim Kontrastverhältnis und der Helligkeit jeweils noch eine Schippe drauf: 1:1400 und 450 Nits sowie eine Anti-Reflexionsbeschichtung stehen bereit. Unter der Haube erwartet Euch ein Core i7 von Intel aus der aktuellen siebten Generation. Ihm stehen bis zu 16 Gigabyte Arbeitsspeicher zur Seite. Die verbaute SSD bietet Platz für 512 Gigabyte Daten.

Der verbaute Akku mit 48 Wattstunden soll das Eve V für zehn bis zwölf Stunden am Laufen halten. Der Hersteller legt dabei Wert darauf, dass es sich nicht um einen theoretischen Maximalwert, sondern um einen realen Wert aus der Praxis handelt. Die vier Lautsprecher lassen auf einen ähnlich guten Sound wie beim iPad Pro hoffen – und ein Kopfhöreranschluss ist aber auch vorhanden. Als Betriebssystem kommen Windows 10 Pro oder Home zum Einsatz – und das ohne irgendwelche vorinstallierten Programme jenseits der Systemtools.

Anschlüsse und Zubehör

Apple musste ja zuletzt viel Kritik für die Beschränkung auf USB-C als einzigen Anschluss am MacBook einstecken. Das wird dem Eve V nicht passieren. So erwarten Euch zwei herkömmliche USB-3.1-Anschlüsse sowie zwei USB-C-Buchsen, von denen eine Thunderbolt 3 unterstützt. Dazu gesellen sich noch ein klassischer Thunderbolt-3-Anschluss und ein microSDXC-Kartenlesegerät.

Die Tastatur könnt Ihr über Federkontaktstecker oder Pogo-Pins, wie sie auf Englisch heißen, anstecken. Alternativ ist eine Verbindung per Bluetooth 4.2 möglich. Darüber könnt Ihr zeitgleich bis zu drei Geräte mit dem Eve V anschließen. Zum Beispiel den ebenfalls als Zubehör erhältlichen V Pen, der Windows Ink unterstützt und mit dem Ihr auf dem Touchscreen schreiben und zeichnen könnt.

Warum ist Eve V so günstig?

Der Eve V kostet mit 1399 Dollar fast 1000 Dollar weniger als das Surface Pro 4 – wenn man die unverbindliche Preisempfehlung zugrunde legt – und bietet trotzdem eine deutlich bessere Ausstattung, die sich nicht nur mit dem Alter von Microsofts Tablet erklären lässt. Für den niedrigen Preis des Tablets aus Finnland gibt es mehrere Gründe:

So setzt Eve zum Beispiel auf einen direkten Verkauf ohne Zwischenhändler – quasi direkt aus der Fabrik an den Käufer – und verzichtet auf kostspieliges Marketing. Dabei helfen zum Beispiel ein erfolgreiches Crowdfunding bei Indiegogo oder Tekes, ein Finanzierungsprogramm der finnischen Regierung für Start-Ups. Als kleines Unternehmen von Enthusiasten ohne Anleger im Hintergrund muss Eve Tech zudem keine exorbitanten Gewinne erwirtschaften. Eine aktive Community, aus der sich über 1000 Menschen an der offenen Entwicklung des Eve V beteiligt haben, spart weitere Kosten.

Darüber hinaus haben Intel und sogar Microsoft die Arbeit am Eve V bei der Entwicklung und den Tests unterstützt. Microsoft half dabei, Windows 10 und seine Funktionen ordentlich und sauber auf dem 2-in-1-Gerät umzusetzen. Intel stand mit Rat und Tat zur Seite, als es darum ging, die Hitzeentwicklung zu beherrschen und praktische Dinge wie Thunderbolt 3 im vollem Umfang zu integrieren.


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