Hacker stiehlt israelische Kreditkartendaten

Ein saudischer Hacker soll Berichten zufolge 400.000 israelische Kreditkartennummern im Internet veröffentlicht haben. Viele der Daten sollen ungültig sein. So bestätigte die Zentralbank von Israel am Dienstag nur etwa 15.000 Kartendaten, die von drei verschiedenen Dienstleistern stammen sollen.

Weiter wurde mitgeteilt, dass die entwendeten Kreditkarten bereits bekannt sind und gesperrt wurden. Geschädigte Kunden können ungemäß abgebuchtes Geld von ihrer Kreditkarte wieder zurückerstattet bekommen. Der Hacker, dessen Herkunftsland scheinbar Saudi-Arabien ist, hatte am Abend des Montags die brisanten Informationen auf einer Nachrichtenseite zum Themenbereich Sport veröffentlicht. Von dem Coup sollen nicht nur Kreditkartendaten betroffen sein, sondern auch Adressen, Namen, Telefonnummern sowie Identitätsnummern. Sie wurden ebenfalls online präsentiert.
Es wird vermutet, dass hinter der Attacke ein Hacker der saudi-arabischen Group-XP steht. In der Vergangenheit ist der Zusammenschluss vor allem durch den Kampf gegen schiitische Websites aufgefallen. "Hi, ich bin oxOmar von der Group-XP, der größten Wahhabi Hackergruppe in Saudi-Arabien", mit diesen Worten tauchten die gestohlenen Datenpakete im World Wide Web auf. Durch einen Einbruch in eine Sport-Webseite hat oxOmar die sensiblen Infos erlangen können, wie er selbst sagte. Außerdem forderte er Internetnutzer auf, von den Kreditkarten regen Gebrauch zu machen. Group-XP habe die Karten schon für ihre Zwecke belastet, unter anderem für Hackertools, so der Dieb.

Der Hacker drohte mit weiteren Offenlegungen von Kreditkartendaten. Als nächstes Ziel wolle er sich dann eine Millionen israelische Kartennummern vornehmen. Er kündigte an, Sozialversicherungsnummern von Israelis Stück für Stück im Internet zu veröffentlichen. Sie sollen aus einer anderen Attacke stammen.

Bereits im November wurden in Israel zahlreiche Sicherheits- und Regierungswebseites lahmgelegt. Die Angriffe wurden später jedoch von den Behörden dementiert. Ein technischer Fehler soll Auslöser gewesen sein.