Hackerangriff auf Neckermann.de

Nach Sony ist nun auch Neckermann Opfer eines Hackerangriffs geworden. Dabei sind rund 1,2 Millionen Namen und E-Mail-Adressen von Gewinnspielteilnehmern erbeutet worden. Darüber hinaus wurden keine Daten geklaut, wie Neckermann beteuert.

Bereits am 26. Mai 2011 war der Angriff auf neckermann.de bekannt geworden. Zu welchem Zeitpunkt er stattgefunden hat, ist bislang nicht bekannt. Unklar ist auch, weshalb Neckermann erst fast eine Woche später damit an die Öffentlichkeit geht und nicht schon vorher über den Angriff informiert hat.

Das Unternehmen hat eigenen Angaben zufolge die betroffenen Personen informiert sowie Strafanzeige bei der Staatsanwaltschaft Frankfurt gegen unbekannt erstattet. Eine heiße Spur gibt es aber wie es scheint bisher nicht.

Von dem Hackerangriff betroffen war laut Neckermann nur ein Neben-System. Der Onlineshop, der auf dem Hauptserver liegt, sei von dem Datenklau nicht betroffen. Neckermann hat nach dem Hackerangriff die Sicherheit des Servers verstärkt.

Medienberichten zufolge gab es bereits Spam-E-Mails, die an die Gewinnspielteilnehmer verschickt wurden. Den Teilnehmern am Neckermann-Gewinnspiel wird geraten, keine E-Mails von unbekannten Absendern zu öffnen. Wie heise.de aber ganz richtig feststellt, bringt dieser Rat herzlich wenig wenn ein Angreifer Spam-Mails oder Mails mit Schadsoftware unter gefälschtem Neckermann-Absender verschickt. So wäre es problemlos möglich, E-Mails mit Schadsoftware an die 1,2 Millionen Gewinnspielteilnehmer zu verschicken.

Für Betroffene und besorgte Kunden hat Neckermann eine Hotline eingerichtet. Unter der Nummer 0800 / 664 69 87 können sie Kontakt zu dem Versandhändler aufnehmen.