Hacktivisten schlugen seit 2011 massiv zu

Verschiedene Ermittlungsbehörden sowie der US-amerikanischen Provider "Verizon" haben Berichte vorgestellt, aus denen hervorgeht, dass politisch motivierte sogenannte Hacktivisten für über die Hälfte aller geklauten Datensätze im Jahr 2011 verantwortlich waren. Seit 2011 hätten die Angriffe durch solche Gemeinschaften massiv zugenommen.

Laut dem Bericht des Providers Verizon sind in 58 Prozent der Fälle, bei denen 2011 ein unautorisierter Zugriff auf Daten gelangte, Hacktivisten schuld gewesen. In 2011 habe es wesentlich mehr Vorfälle mit Hacktivisten gegeben, als in den Vorjahren zusammengerechnet. Die Studie basiert auf insgesamt 855 Fällen, in denen 174 Millionen Datensätze entwendet wurden.

Die meisten Angriffe hätten verhindert werden können

 

Der Provider stellt zudem fest, dass in den meisten Vorfällen ein erfolgreicher Angriff hätte verhindert werden können. Dazu hätte die Befolgung üblicher Sicherheitsrichtlinien ausgereicht. In ungefähr 97 Prozent hätte eine Attacke erfolgreich unterbinden werden können, indem Updates regelmäßig installiert oder Passwörter ordentlich gewählt worden wären. Gerade einmal 4 Prozent aller untersuchten Taten hätten nur schwierig verhindert werden können. Bei 69 Prozent der Angriffe soll Malware zum Einsatz gekommen sein.

Verizon warnt davor, dass Hacktivisten vor andere, ähnlich gefährliche Probleme gestellt werden.