Haiangriff nach Klippensprung: GoPro-Clip nur ein Fake?

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Tauchte der Hai wirklich direkt vor Terry Tufferson auf?
Tauchte der Hai wirklich direkt vor Terry Tufferson auf? (© 2014 YouTube/Terry Tufferson)

Ein Mann taucht ins Wasser ein, Millionen andere Menschen surfen im Netz mit: Terry Tufferson springt in Sydney mit einer GoPro-Kamera von einer Klippe, trifft auf einen Hai und filmt seine Flucht vor dem Räuber. Den 98-sekündigen Clip hat er am 11. Juni auf YouTube veröffentlicht. Bisheriges Ergebnis: mehr als 15 Millionen Zuschauer. Doch jetzt zeigen zahlreiche von ihnen ihre Zähne und rufen „Fake!“.

Eigentlich untersagen australische Behörden den Sprung vom umzäunten Felsen in der Bucht von Manly. Terry Tufferson springt trotzdem: oben die GoPro, unten das Wasser – und ein Weißer Hai. Seine Freunde rufen ihm noch „Shark!“ zu, aber da ist es schon zu spät. Der Räuber kommt Tufferson oft gefährlich nah, bevor ihm die panische Flucht gelingt und er den Clip mit einem „Holy shit!“ abschließen kann.

„Shark!“ ruft jetzt keiner mehr, manch einer dafür aber „Fake!“. Denn unter den mehr als 15 Millionen Menschen, die sich das Video bisher angesehen haben, finden sich etliche Skeptiker: Um reine PR soll es sich handeln. Tatsächlich klingen die Zweifel gerechtfertigt, über die auch der Daily Telegraph berichtet.

Tufferson wird das Wasser abgegraben

Bei Action-Cams wie der GoPro bietet sich virales Marketing geradezu an. Nahrung für Skeptiker und Analysten, die sich das Videomaterial näher angesehen haben: Auffällig ist der schnelle Positionswechsel des Hais in der 59. Sekunde. Laut Daily Telegraph sind noch die Umrisse des Hais leicht zu erkennen, bevor er ganz plötzlich an einer völlig anderen Stelle der Aufnahme ins Bild schwimmt.

Klippensprünge gelten als gefährlich gelten, sicher hingegen ist, dass sowohl Kamerahersteller GoPro, als auch die örtlichen Behörden von dieser Aktion profitieren: Vom Felsen in Manly springt wohl so schnell niemand mehr.


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