Hamburger Apple Store von Aktivisten besetzt

Der 4. Februar 2012 war kein guter Tag für den Apple Store am Hamburger Jungfernstieg. Aktivisten der Bewegung Occupy haben sich von dem Laden an ein Geländer gekettet und Flugblätter verteilt. Der Geschäftsführer musste wohl oder übel den Laden vorzeitig schließen.

Was zunächst nach einem Massen-Protest klingt, stellt sich bei genauerem Hinsehen als weit weniger groß heraus als man annehmen könnte. Es waren zehn Occupy Aktivisten, die vor dem größten deutschen Apple Store jedoch für ordentlich Wirbel sorgten. Die vom Store Manager gerufene Polizei nahm die Personalien der Demonstranten auf und die Mitarbeiter den Apple Store durften sich über ein unerwartetes, zeitigeres Wochenende freuen.

Ziel der Aktion war es, auf die Arbeitsbedingungen bei Zulieferern von Apple aufmerksam zu machen, allen voran bei Foxconn. Apple war in den letzten Tagen schon mehrfach in die Schlagzeilen geraten, weil bei Foxconn unter unmenschlichen Bedingungen produziert wird und die Selbstmordrate bei diesem Unternehmen überdurchschnittlich hoch ist.

Die Occupy Bewegung kämpft weltweit gegen soziale Ungleichheit und Ungerechtigkeit, vor allem gegen die ihrer Meinung nach nicht immer transparenten und möglicherweise auch nicht immer sauberen Machenschaften der Banken, aber auch gegen den übermächtig zu werden scheinenden Einfluss der Wirtschaft auf die Politik.

Bild: Apple