Handy am Steuer ist erlaubt – bei Start-Stopp-Automatik

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Telefonieren im Auto ohne Reue dank Start-Stopp-Automatik
Telefonieren im Auto ohne Reue dank Start-Stopp-Automatik(© 2014 istock.com/gremlin)

Handy am Steuer, das wird teuer! Bisher zog das mobile Telefonieren hinter dem Lenkrad nach dem aktuellen Bußgeldkatalog 60 Euro Geldstrafe und einen Punkt in Flensburg nach sich. Doch jetzt hat das Oberlandesgericht (OLG) Hamm entschieden, dass in Autos mit Start-Stopp-Automatik telefoniert werden darf. Allerdings nur, wenn der Wagen steht.

Das Gericht gab einem Autofahrer Recht, der gegen eine Geldstrafe geklagt hat. Der vermeintliche Handy-Sünder hielt an einer roten Ampel, woraufhin sich sein Motor automatisch ausschaltete – und telefonierte währenddessen mit Handy am Steuer. Wie Zeit Online berichtet, entschied das OLG damit nun zugunsten von Autofahrern, deren Wagen eine automatische Start-Stopp-Funktion besitzen. Diese dürfen demnach das Handy benutzen, solange der Motor ausgeschaltet ist. Das Handyverbot am Steuer gelte in solch einer Situation nicht.

Altes Urteil ist hinfällig

Das OLG kippte damit ein anderslautendes Urteil des Amtsgerichts Dortmund. Wenn ein Auto mit ausgeschaltetem Motor stehe, gelte das Verbot für ein Handy am Steuer nicht. Dabei unterscheide der Gesetzestext nicht, ob der Motor automatisch oder manuell abgeschaltet wurde. Ebenso sei es irrelevant, ob der Fahrer den Motor per Zündvorrichtung oder mittels Gaspedal wieder in Gang setzt.

Laut Richter sei das Handyverbot für die Sicherstellung da, dass der Autofahrer beide Hände zur Steuerung seines Autos freihabe. Sobald der Wagen jedoch mit abgeschaltetem Motor stehe, falle dieser Umstand nicht an. Allerdings müsse das Handy sofort wieder weggelegt werden, sobald der Motor startet. Solltet Ihr also über ein Auto mit Start-Stopp-Automatik verfügen, dürft Ihr an einer roten Ampel also gerne Euer iPhone 6 zücken und telefonieren. Mehr als ein Kurzgespräch ist dann allerdings wohl nicht drin.


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