Happy Birthday: Der PC wird 30

Als IBM vor 30 Jahren mit dem 5150 den ersten Personal Computer auf den Markt brachte, rechnete wohl noch keiner damit, dass der PC solch eine Erfolgsgeschichte schreiben würde. Heute ist in 80% aller Haushalte mindestens ein Computer vorhanden.

Heute sind Computer aus unserem Leben nicht mehr wegzudenken. Dass ausgerechnet der IBM Modell 5150 diesen Stein ins Rollen brachte, mutet jedoch irgendwie seltsam an. Denn er war weder technisch besonders raffiniert noch optisch irgendwie ansprechend und auch die Software war nicht gerade bahnbrechend. Er war noch nicht einmal der erste tragbare Computer, der nicht einen ganzen Raum für sich beanspruchte.

Trotzdem wurde der IBM 5150 zum Vorbild für ganze Generationen von PCs. Denn wie c’t-Redakteur Andreas Stiller erläutert, kam er einfach genau im richtigen Moment und traf den Nerv der Zeit. Denn damals drängten mehr und mehr Firmen mit Kompaktrechnern auf den Markt, die auch ins heimische Wohn- oder Arbeitszimmer passten. IBM war eher auf Großrechner spezialisiert, wollte den Markt der Rechner für den Hausgebrauch aber nicht einfach anderen überlassen und schusterte so in relativ kurzer Zeit den IBM 5150 zusammen. Außer Textverarbeitung, Tabellenkalkulation und Telespielen konnte der erste PC noch nichts.

Die technische Ausstattung des IBM 5150 ist heute kaum noch vorstellbar: Mit 4,77 Megahertz taktete der 16-Bit-Prozessor, der Arbeitsspeicher betrug 16 Kilobyte. Doch die technischen Standards des ersten PCs sind auch heute noch der Maßstab, nach dem sich aktuelle PCs richten. Und auch am Betriebssystem hat sich – zumindest vom Ursprung her – nicht viel verändert. Denn schon auf dem 5150 lief ein Betriebssystem von Microsoft, einer damals noch völlig unbekannten Firma um den Firmengründer Bill Gates.

Heute gehört die PC-Sparte nicht mehr zu IBM, sondern wurde an Lenovo verkauft. Und nach Ansicht eines der Entwickler des 5150, Mark Dean, hat auch der PC seinen Siegeszug längst beendet und muss die Pole-Position an kleinere und ebenso leistungsfähige Geräte wie Laptops und Tablets abgeben.