Happy Play Time: Apple verbietet Masturbations-App

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HappyPlayTime: Geht es nach Apple, erhalten Frauen auf dem iPhone keine Anleitung zum Masturbieren.
HappyPlayTime: Geht es nach Apple, erhalten Frauen auf dem iPhone keine Anleitung zum Masturbieren.(© 2014 HappyPlayTime, CURVED Montage)

Bei Apple hat erneut der Prüderie-Detektor angeschlagen: Die App "Happy Play Time", mit der Frauen spielerisch zum Höhepunkt kommen sollen, nimmt das kalifornische Unternehmen nicht in den App Store für iOS auf. Die Entwicklerin konnte die Wächter über Anstand und Moral nicht umstimmen und konzentriert sich jetzt auf andere Plattformen.

Mit Happy Play Time will Tina Gong nach eigenen Worten das "Stigma um die weibliche Masturbation eliminieren". Frauen sollen mit der App, spielerisch lernen, alleine zum Höhepunkt zu kommen. Zugleich will das Aufklärungsspiel dafür sorgen, das weibliche Selbstbefriedigung keinen kulturellen Verboten mehr unterliegt.

Happy Play Time kommt ohne pornografische Bilder aus. Trotzdem war Apple der Inhalt der App zu explizit und insgesamt unpassend für den App Store. Das Apple besonders in Bezug auf sexuelle Inhalte strenge Kriterien anlegt, haben schon viele Entwickler festgestellt. Manch eine Zeitschrift oder Zeitung musste schon ihre in Deutschland am Kiosk frei erhältliche Titelseite für den App Store überarbeiten. Aber auch andere US-Unternehmen wie Facebook oder Instagram sind in Bezug auf nackte Tatsachen sehr strikt.

Happy Play Time kommt trotzdem auf das iPhone

Tina Gong versuchte Apple nach der ersten Ablehnung ihrer App noch umzustimmen. Aber der iPhone-Hersteller wollte nicht dabei helfen, das kulturelle Tabu zu durchbrechen, das Frauen und Mädchen ihre eigene Sexualität fürchten lasse. Mit der Ablehnung für iOS ist Happy Play Time aber noch nicht am Ende. Gong kündigte bereits an, die App als Web-Anwendung verfügbar zu machen, die Ihr auch auf dem iPhone oder iPad abrufen können sollt und überlegt nach eigenen Angaben ebenfalls eine Android-Version zu entwickeln.


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