Häufigere App-Abstürze unter iOS

Ein Argument vieler iOS-Anhänger für ihr Betriebssystem ist, dass es so stabil und rund läuft. Diesem Argument gab es bislang nicht viel entgegenzusetzen. Doch eine Studie des Startups Crittercism zeigt jetzt, dass diese Begründung nicht länger zieht.

Denn laut Crittercism stürzen iOS Anwendungen häufiger ab als Android Apps. Das Startup hat für das US-Wirtschaftsmagazin Forbes eine genaue Statistik erstellt mit sämtlichen Betriebssystemen und der Häufigkeit der Abstürze. Dabei kam ans Tageslicht, dass vor allem iOS 5.0.1 besonders anfällig für Abstürze ist. Mit über einem Viertel aller Abstürze liegt die aktuelle iOS-Version ganz vorne in einer Statistik, auf die man eher weniger stolz sein dürfte in Cupertino.

Rechnet man alles zusammen, so kommt iOS auf rund 75 Prozent aller Abstürze von Anwendungen. Ebenfalls recht fehleranfällig sind iOS 4.2.10 (12,64%) und iOS 4.3.3 (10,66%). Bei Android sind die Versionen 2.3.3 (3,86%) und 2.3.4 (3,65%) am anfälligsten – was nicht weiter überraschend dürfte, denn es sind wohl auch die am weitesten verbreiteten Android-Versionen.

Als Grund für die häufigen Abstürze von Apps nennt Crittercism vor allem die Fragmentierung der Betriebssysteme. Für die Entwickler macht dies das Programmieren von Apps zu einem Abenteuer, da sie auf vielen verschiedenen Versionen testen müssen. Und hier könnte auch ein Grund für die überdurchschnittlich häufigen Abstürze unter iOS 5.0.1 liegen: Vielleicht sind einfach viele Apps noch nicht für die aktuellste iOS-Version optimiert.

Weitere Gründe für App-Abstürze sind Hardware-Probleme und ein übervoller Speicher. Außerdem kann auch schlechter GPS- oder Datenempfang für den Absturz einer Anwendung sorgen.