Heartbleed: Noch 150 Millionen Android-Apps betroffen

Heartbleed Android
Heartbleed Android(© 2014 CURVED)

Das Thema Heartbleed ist für viele Android-Nutzer nach wie vor aktuell. Mehr als 150 Millionen installierte Apps waren am 17. April noch von der Sicherheitslücke betroffen. Das hat das Sicherheitsunternehmen FireEye in einer aktuellen Studie herausgefunden.

Insgesamt soll es sich Laut FireEye um 54.000 einzelne Apps handeln. Das Unternehmen hat mittlerweile viele der App-Entwickler benachrichtigt und sie auf die Gefahr der Sicherheitslücke hingewiesen – und diese scheinen auch gehandelt zu haben. Zum Vergleich: Am 10. April sollen noch etwa 220 Millionen Apps auf Android-Smartphones installiert gewesen sein, für die Heartbleed eine Gefahr darstellte. Der Grund: Sie beinhalteten eine der anfälligen Versionen der OpenSSL-Bibliothek. Um welche Apps es sich handelt, verriet FireEye nicht.

Sicherheitstools sind mit Vorsicht zu genießen

"Es scheint zum Glück so, dass die meisten Entwickler die Heartbleed-Lücke ernst nehmen. Wir sehen erste Apps mit sauberen Fixes", schreiben FireEye-Mitarbeiter in einem Blogeintrag. Die hohe Anzahl der betroffenen Apps ist insofern erstaunlich, als Heartbleed nur für Anwendungen gefährlich ist, die auf Geräten laufen, die Android 4.1.1 als Betriebssystem verwenden.

Mittlerweile gibt es im Google Play Store einige Sicherheitstools, die die Heartbleed-Lücke auf Android-Geräten erkennen. Laut FireEye scannen aber nicht alle dieser Tools auch die installierten Apps. Und es gibt auch einige Fake-Heartbleed-Scanner. Es ist also Vorsicht geboten.


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