Höhle der Löwen: Startup schießt mit seinem Displayschutz übers Ziel hinaus

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Einen Hammerschlag überleben Smartphones meist nicht
Einen Hammerschlag überleben Smartphones meist nicht(© 2015 YouTube/TechRax)

Doch kein Hammer-Schutz: Ein Startup, das in der Sendung "Die Höhle der Löwen" einen Geldgeber überzeugt hatte, bewarb seinen Displayschutz wohl etwas übertrieben. Aufgrund der Irreführung dürfen die Gründer ihr Produkt nicht mehr wie bisher anpreisen.

Der Displayschutz ProtectPax, der in der TV-Sendung "Die Höhle der Löwen" zu sehen war, wurde vom Hersteller als 100 Prozent kratz- und bruchsicher bezeichnet, wie LHR Rechtsanwälte Köln berichtet. Zudem habe das Startup zu Werbezecken ein Bild verwendet, auf dem ein Hammer ein Smartphone-Display bearbeitet. Schutz vor solch einer brachialen Behandlung bietet das Produkt in Wirklichkeit aber offenbar nicht.

Falsche Versprechen

Käufer von ProtectPax sollen demnach in der Verpackung selbst einen Hinweiszettel finden, der davor warnt, dass dieser Displayschutz nicht in jedem Fall bruchsicher ist – ein deutlicher Widerspruch zur Werbung. Eine Behandlung mit einem Hammer, wie sie beispielsweise der YouTuber TechRax regelmäßig durchführt, dürfte ein Smartphone selbst mit ProtectPax also eigentlich nicht überstehen. Ob Geldgeber Ralf Dümmel aus "Die Höhle der Löwen" das wusste, als er in das Unternehmen investierte?

Das Startup wurde nun dazu aufgefordert, derartige Werbeversprechen zu unterlassen. Das zähle ebenso für die Aussage, dass der Schutz für 12 Monate hält, da die Voraussetzungen dafür nicht bekannt seien. Sollte der Hersteller dem Gerichtsurteil nicht Folge leisten, könnte eine Strafe von bis zu 250.000 Euro fällig sein. Bei ProtectPax handelt es sich um einen flüssigen Displayschutz, der auf dem Smartphone aufgetragen wird. Neben der Sicherheit für den Screen sei auch ein Vorteil, dass der Schutz komplett unsichtbar ist und Touch-Funktionen nicht beeinträchtigt. Mit der Zeit nutzt die Beschichtung allerdings ab.