Holtzbrinck verkauft VZ-Netzwerke

Es geht schon lange steil bergab mit den einst so beliebten VZ-Netzwerken. Mit zunehmender Beliebtheit von Facebook haben StudiVZ, meinVZ und SchuelerVZ immer mehr an Bedeutung verloren. Der Holtzbrinck-Verlag hat sich nun von der wohl größten Fehlinvestition getrennt.

Alle Anteile an Poolworks, wie die Netzwerke zuletzt umfirmiert worden waren, gehen an die Investment-Gesellschaft Vert Capital, erklärte der Verlag am 11. September 2012. Die Netzwerke sollen auch zukünftig weiter betrieben werden, außerdem seien neue Funktionen geplant, mit denen man StudiVZ, MeinVZ und SchuelerVZ wieder auf Erfolgskurs bringen will. Ob dies jedoch im Rahmen des Möglichen ist, ist derzeit noch völlig offen. Über die Kaufsumme gibt es keine Informationen.

Keine Chance gegen Facebook-Boom

Als Holtzbrinck im Jahr 2007 StudiVZ für 85 Millionen Euro gekauft hatte, blickte man in eine vielversprechende Zukunft. Im Laufe der Zeit kamen zu dem von Facebook inspierierten Netzwerk für Studenten weitere Netzwerke hinzu. Doch Facebook gewann zunehmend an Beliebtheit und die VZ-Netzwerke konnten nicht mithalten.

Im Sommer 2012 hatte der Holtzbrinck-Verlag die Netzwerke einer grundlegenden Umstrukturierung unterworfen. So sollte beispielsweise das SchuelerVZ unter dem Namen Idpool als Bildungsangebot neu durchstarten. Diesen Plänen steht Medienberichten zufolge auch weiterhin nichts im Wege, erklärte Markus Schunk, Geschäftsführer von Holtzbrinck Digital:

Durch entsprechende Vereinbarungen konnten wir sicherstellen, dass wir der Zielgruppe von schuelerVZ auch weiterhin alternative und relevante Angebote machen können. Dies ist, insbesondere mit Bezug auf Bildungsthemen, von strategischem Interesse für Holtzbrinck Digital.