HomePod zerlegt: viel Technik auf engem Raum

Der HomePod ist offenbar sehr schwierig zu zerlegen
Der HomePod ist offenbar sehr schwierig zu zerlegen(© 2017 Apple)

Ist der HomePod kaputt, verlangt Apple eine hohe Summe für die Reparatur. Wobei das Unternehmen wohl eigentlich gar nichts mit dem defekten Gerät macht – sondern es gleich komplett gegen eine neue Einheit tauscht. In einem Teardown zeigt sich nun, wieso der Hersteller so vorgeht. Der Lautsprecher ist offenbar nicht dafür gedacht, in seine Einzelteile zerlegt zu werden.

Die Reparatur-Profis von iFixit haben sich das Innenleben des HomePod genauer angesehen. Insgesamt hat der Speaker aber nur einen von zehn Punkten auf der Reparierbarkeits-Skala bekommen. Zwar sei das Gadget "gebaut wie ein Panzer", doch dadurch ist es wohl auch sehr schwierig, überhaupt an die Hardware zu kommen.

Kein Gerät zum Reparieren

Um den HomePod zu öffnen, muss das äußere Gitter zerschnitten und entfernt werden – ohne Schäden ist demnach schon hier nichts machbar. Einen Zugang zum Innenleben findet sich dann auf der Oberseite. Dafür müssen allerdings mehrere Schrauben und ein anscheinend sehr fester Kleber gelöst werden. Unter der Schicht soll sich ein Board befinden, auf dem sich die Komponenten für das LED-Licht befinden. Eine Schicht tiefer im Lautsprecher kommt dann wohl auch das Mainboard zum Vorschein, auf dem der A8-Chipsatz sitzt, der das Gadget antreibt.

An die Audio-Hardware selbst kam das Team von iFixit offenbar nicht heran, ohne etwas kaputt zu machen. Erst durch die Hilfe einer Säge ging es hier weiter, anschließend soll der Magnet vom Subwoofer entnehmbar sein. Diese Komponente sei ungewöhnlich groß für einen Lautsprecher dieses Umfangs. Auf engstem Raum findet sich im Inneren auch das Netzteil sowie weitere Boards für die Steuerung. Mit Kleber befestigt sei hier auch ein Mikrofon, das wohl für die automatische Anpassung des Bass-Sounds gedacht ist. Generell gebe es viel Kleber im Inneren, der sich nur schwer löst.

Ganz unten: Hochtöner

Eine ganze Schicht weiter stoßen die Experten dann auch endlich auf die sieben verbauten Hochtöner des HomePod, die über goldene Schrauben mit Energie versorgt werden sollen. Es ist aber anscheinend viel Aufwand nötig, um bis zu dieser Schicht vorzudringen. Dabei müssen einige Teile des Lautsprechers offenbar auch so geöffnet werden, dass er später nicht mehr zusammengesetzt werden kann. Demnach ist es kein Wunder, dass Apple in den meisten Fällen gleich den kompletten Speaker tauscht, anstatt etwas zu reparieren. Letztgenanntes ist wohl gar nicht möglich, ist das Gerät erst einmal zusammengesetzt. Eine Ausnahme soll es aber geben: Ein defektes Netzkabel kann zumindest gewechselt werden.

Weitere Artikel zum Thema
Apple HomePod: iOS 12 Beta 5 gibt neuen Hinweis auf Anruf­funk­tion
Christoph Lübben
Der HomePod wird wohl künftig Anrufe machen können
Der HomePod macht Telefonieren wohl bald leichter: In einer Beta von iOS 12 gibt es Hinweise auf ein Feature für Telefonate über den Lautsprecher.
HomePod: Apple testet bereits Anruf-Funk­tion und mehr­fa­che Timer
Guido Karsten1
Mit dem HomePod werden sich bald auch Anrufe tätigen lassen.
Apple soll fleißig an HomePod OS 12 arbeiten. In einer Closed Beta werden angeblich auch schon Anruffunktion und Mehrfach-Timer getestet.
Apple: High-End-AirPods, On-Ears und neuer HomePod sollen 2019 erschei­nen
Francis Lido1
Her damit !5Die AirPods soll es künftig in zwei Ausführungen geben
Apple plant anscheinend eine Audio-Offensive für 2019: Premium-AirPods, On-Ear-Kopfhörer und ein neuer HomePod sollen nächstes Jahr kommen.

Diese Website verwendet Cookies, um die Nutzerfreundlichkeit zu verbessern. Durch die weitere Nutzung der Website stimmen Sie dem zu. Um mehr über die von uns verwendeten Cookies zu erfahren und wie man sie deaktiviert, können Sie unsere Cookie-Richtlinie aufrufen.