Honeycomb-Tablets auf x86 Basis: Intel-Chips für Android

Nachdem sich die Gerüchte um Intels Einstieg bei Android lange Zeit hartnäckig gehalten haben, ist es jetzt offiziell. Intel CEO Paul Otellini hat bei der Bekanntgabe der Zahlen des ersten Quartals 2011 bestätigt, dass es schon bald Intel-CPUs in Tablets und Smartphones mit Googles mobilem Betriebssystem Android geben wird. Android-Geräte hatten bislang nur Prozessoren auf ARM-Basis.

Derzeit arbeitet man bei Intel an der Portierung von Android 3.0 auf die x86-Architektur.  Otellini erklärte, dass man von Google den Quellcode für Android 3.0 erhalten habe. Noch im Laufe des Jahres 2011 sollen erste Tablets mit Intel-Chipsatz auf den Markt kommen. Smartphones mit Intel CPUs wird es wohl erst in 2012 geben. Otellini ist der Ansicht, dass es innerhalb der nächsten zwölf Monate machbar sein sollte, auch Smartphones mit Intel-Chipsatz auf den Markt zu bringen, andernfalls sei er sehr enttäuscht.

Doch auch an anderen Plattformen – MeeGo und Windows Phone – wird Intel weiter dranbleiben, sowohl bei den Smartphones als auch bei den Tablets. Auf dem Mobile World Congress in Barcelona hatte der Chiphersteller bereits eine Vorab-Version für Entwickler von MeeGo gezeigt. Erste Geräte mit dem mobilen Betriebssystem von Linux, so hieß es damals, sollen noch 2011 in den Handel kommen. Vor rund einer Woche hat Intel mit der Auslieferung von Oak Trail, einer auf mobile Betriebssysteme zugeschnittenen Plattform. Otellini ist sich sicher, dass bis Ende des Jahres Prozessoren angeboten werden können, die unter Android, Windows und MeeGo laufen.

Intel arbeitet nach eigenen Aussagen mit Hochdruck an Medfield-Chips für Smartphones, dafür wird eng kooperiert mit Herstellern und Mobilfunkprovidern. Dass Nokia sich für einen Zusammenarbeit mit Windows und gegen Intel entschieden hat, hat laut Otellini den Intel-basierten Smartphones sehr viel Wind aus den Segeln genommen.