HP: WebOS wird Open-Source

Das Computer-Unternehmen Hewlett-Packard (HP) hat sich dazu entschlossen, WebOS als Open-Source bereitzustellen, erklärte Geschäftsführerin Meg Whitman am Freitag. Die 600  Entwickler sollen weiterhin an der Software arbeiten.

Ähnlich wie das Betriebssystem Android können dann Entwickler die Software nach ihren Vorstellungen weiterentwickeln und einsetzen. Die Hoffnung von HP liegt bei den zahlreichen Menschen, die WebOS vorantreiben wollen und es so vielleicht zu einem Konkurrenzprodukt zu Android  ausbauen. Bis zum heutigen Tag ist es der kalifornischen Firma nicht gelungen, das Betriebssystem im Markt zu etablieren.

Der ehemalige CEO hatte sechs Wochen nach der Veröffentlichung des hauseigene Tablets die Produktion gestoppt und eine Reihe an geplanten Smartphones gestrichen. Seit dieser Entscheidung im August gab es immer wieder Meldungen um die Zukunft von WebOS. Die marktführende Computerfirma wollte zu Beginn das System verkaufen, musste aber wegen mangelnder Nachfrage von der Ankündigung zurücktreten.

Große Visionen
Für 1,2 Milliarden Dollar hatte HP das von Fachleuten empfohlene Betriebssystem gekauft, gemeinsam mit dem Smartphone-Pionier Palm. Als Ziel wollte der Konzern sogar handelsübliche PCs mit WebOS ausstatten. Doch noch ist das letzte Wort nicht gesprochen. HP könnte erneut in den Markt der mobilen Geräte einsteigen, was auch Whitman am Freitag nicht ausschließen wollte. Im Jahr 2012 wird es aber voraussichtlich noch nicht dazu kommen.

Ein Blick zum Betriebssystem von Google (Android) macht deutlich, dass durch Open-Source-Entwicklung die Chance auf  Marktführung nicht verwehrt bleibt. Im Gegenteil, Android steht mittlerweile vor iOS, wie Branchenkenner berichten.

Der Anfang...
Als die Chefin das Unternehmen Hewlett-Packard übernahm, war vieles unsicher. So lief es im PC-Bereich immer schlechter und der Aktienkurs war, wegen einer Entscheidung ihres Amtsvorgängers, eingesackt.