HTC stellt HTC One vor

Schon seit Ende letzten Jahres hat das HTC One unter dem Namen HTC M7 die Gerüchteküche aufgemischt. Jetzt ist es offiziell. Und was HTC da gezeigt hat, das kann sich sehen lassen. Das HTC One hat so einige Highlights und wenige kleine Macken.

Aluminium-Gehäuse und sensationelle Pixeldichte

Zunächst einmal punktet das HTC One X mit seinem 4,7 Zoll großen LCD3-Display mit einer Auflösung von 1.920 x 1.080 Pixeln und einer Pixeldichte von 468ppi. Doch nicht nur was das Display anbelangt hat das HTC One optisch so einiges zu bieten, auch das Design sieht wirklich schick aus und die Tatsache, dass das neue High End-Modell in einem Aluminium-Gehäuse steckt, dürfte wohl auch den meisten wirklich gut gefallen.

Android 4.1 Jelly Bean und völlig neues HTC Sense 5.0

Einen Minuspunkt bekommt das HTC One allerdings dafür, dass es noch mit Android 4.1.2 Jelly Bean auf den Markt kommt. HTC hat zwar zeitnah ein Update auf Android 4.2 angekündigt, doch hätte man sich diese zusätzliche Arbeit doch eigentlich sparen und das Flaggschiff gleich mit Android 4.2 ausstatten können. Zum Einsatz kommt natürlich auch HTCs eigene Nutzeroberfläche HTC Sense 5.0, also in der neusten Version. Hier geht HTC ganz neue Wege und hat das bisherige Design kräftig umgekrempelt – wie gut die neue UI mit den Blink Feeds, die neue Mails, SMS, Status-Updates etc. durch ein Blinken signalisieren gefällt, wird abzuwarten sein.

HTC One mit Snapdragon 600-Prozessor

Im Inneren des HTC One verrichtet Qualcomms Snapdragon 600-SoC seine Dienste. Der mit 1,7 GHz getaktete Quadcore-Prozessor, der sonst bislang nur im LG Optimus G Pro steckt, bekommt 2 GB Arbeitsspeicher zur Seite gestellt. Beim internen Speicher kann man wählen zwischen 32 GB und 64 GB, erweiterbar ist er jedoch nicht.

Ultrapixel-Kamera für besonders gute Fotos

Außergewöhnlich ist beim HTC One auch die Kamera. Bei der 4 MP Kamera handelt es sich um eine sogenannte Ultrapixel-Kamera. Die Ultrapixel befinden sich auf dem Sensor, sie sind größer und lichtempfindlicher als in herkömmlichen Smartphone-Kameras, wodurch entsprechend gute Fotos entstehen sollen. Unterstützt wird das durch die f/2.0 Blende. Außerdem hat HTC der Kamera im HTC One noch eine Reihe besonderer Features verpasst, mit der Bilder noch zusätzlich aufgebessert und bearbeitet werden können. Man darf also sicherlich gespannt sein auf die ersten Testbilder, die mit dem HTC One gemacht werden. Videos nimmt die Kamera in Full HD-Qualität auf.

Boom Sound – Beats Audio und duale Stereo-Frontlautsprecher

Wie schon bei den vorheringen HTC-Modellen kommt auch beim HTC One die Beats Audio Technologie zum Einsatz. Am oberen und unteren Rand des Displays sitzen hinter Alu versteckt zwei Stereo-Frontlautsprecher mit integriertem Verstärker. Die Sound-Optionen fasst HTC unter dem Begriff „Boom Sound“ zusammen. Außerdem mit an Bord ist neben WLAN und Bluetooth auch LTE, was bei einem High End-Modell ja eigentlich fast nicht mehr fehlen darf sowie NFC, ein HDMI-Ausgang und DLNA. Außerdem hat HTC im Power Button des HTC One einen Infrarot-Sensor versteckt, der als Fernbedienung genutzt werden kann, zum Beispiel für Fernseher oder Stereo-Anlage. Der 2.300 mAh starke Akku ist fest verbaut. Wie schon bei anderen HTC-Geräten gibt’s auch beim HTC One 25 GB Speicherplatz bei Dropbox für zwei Jahre kostenlos.

Tolles Smartphone mit kleinen Schönheitsfehlern

Alles in allem hat HTC mit dem HTC One ein wirklich interessantes Smartphone vorgestellt, das mit einer Reihe tollen Extras glänzt. Die Nachteile – verbauter Akku, Android 4.1 und der fehlende Slot für eine MicroSD-Karte – sind zwar vorhanden, können aber durchaus vernachlässigt werden. Auf dem Papier hört sich das alles zumindest richtig gut an. Wie gut sich das HTC One in der Praxis schlägt, das wird sich zeigen, ebenso ob das HTC One es schaffen kann, die Taiwanesen wieder zurück auf die Erfolgsspur zu bringen. Das Potential dafür hätte es auf jeden Fall. Im März 2013 soll das HTC One zu einem Preis von 679,- Euro auf den Markt kommen – kein Schnäppchen also. Auch bei den Providern Telekom, Vodafone, E-Plus/Base und O2 sowie bei 1&1 und mobilcom-Debitel soll es erhältlich sein.