HTC: Verluste im dritten Quartal?

Das erste Mal in der Geschichte von HTC würde das Unternehmen damit einen operativen Verlust einfahren. Keine glänzenden Aussichten also für das ohnehin angeschlagene Unternehmen. Während es in den Anfangszeiten von Android, als HTC mit dem T-Mobile G1 bzw. HTC Dream und mit dem HTC Magic die ersten beiden Smartphones mit Googles mobilem Betriebssystem produzierte, rosige Zeiten für die Taiwanesen waren geht es seit einiger Zeit kontinuierlich bergab, an die ursprünglichen Erfolge konnte man einfach nicht mehr anknüpfen.

Höhere Kosten und Abverkauf alter Produkte als Grund für rote Zahlen?

Nun hat das Unternehmen mit dem HTC One eigentlich ein ganz heißes Eisen im Feuer. Woher also kommen die Verluste? HTC CEO Peter Chou erklärt die roten Zahlen mit den höheren strukturellen Kosten für Materialien und Betriebskosten. Außerdem habe man veraltete Produkte aussortiert, also weit unterhalb der Rentabilität verkauft. Allerdings hofft er, dass mit den schlechten Ergebnissen des dritten Quartals die Talsohle erreicht ist. Finanz-Chef Chialin Chang erklärt, dass man einige Maßnahmen in petto habe, um das Unternehmen wieder auf die Schiene finanziellen Erfolgs zurückzuführen.

Es besteht Hoffnung für HTC...

HTC befürchtet, dass die Einnahmen im dritten Quartal um 30 Prozent zurückgehen könnten, die Umsatzrendite soll nach Angaben des Unternehmens zwischen 0 Prozenz und -8 Prozent liegen. Mit etwas Glück könnte man also gerade so null auf null herauskommen, allerdings gehen auch Analysten davon aus, dass HTC Verluste wird hinnehmen müssen. Doch Grund zur Hoffnung für die Zukunft gibt es durchaus, denn HTC hat nach eigenen Angaben vor allem im wichtigen Markt China Boden gut gemacht und auch in den USA und Europa verkauft sich das HTC One sehr gut. Bleibt also zu hoffen, dass die Taiwanesen mit zukünftigen Geräten an diesen Erfolg anknüpfen können und das Unternehmen wieder bessere Zahlen schreibt.