Beats-Anteile futsch: Wie HTC Apples Geldsegen verpasst

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Dr. Dre hat Beats gegründet, um den Leuten seinen persönlichen Sound zu bringen – mit großem Erfolg
Dr. Dre hat Beats gegründet, um den Leuten seinen persönlichen Sound zu bringen – mit großem Erfolg(© 2014 CC: Flickr/omart_82)

HTC kann einem leid tun. Sehr sogar. Schließlich baut das Unternehmen tolle Smartphones. Und dennoch: Die Taiwanesen haben in den vergangenen drei Jahren 80 Prozent ihres Börsenwertes verloren. Und jetzt das: Apple will angeblich Beats kaufen, an denen HTC einmal die Hälfte der Anteile besaß. 

2011 hatte HTC, damals einer der erfolgreichsten Hersteller von Premium-Android-Geräten, 50,1 Prozent von Beats Electronics für 309 Millionen Dollar gekauft. Jetzt, wo Apple sich die Audiotechnik-Firma einverleiben will, wäre dieser Mehrheitsanteil plötzlich volle 1,6 Milliarden Dollar wert. 1,29 Milliarden Gewinn für HTC, statt der gerade mal etwa 80 Millionen, die der Verkauf der Anteile tatsächlich gebracht hat!

Hätte HTC noch immer einen Großteil von Beats in seinem Portfolio, wäre Apple vermutlich nicht unbedingt willens, einen derart hohen Preis zu zahlen. Der Konzern aus Cupertino hat kein Interesse daran, Geld in die Taschen seiner direkten Konkurrenten auf dem High-End-Smartphone-Markt zu verschieben. Apple hätte also vermutlich andere Firmen für sein expandierendes Audiogeschäft gesucht und gefunden.

Als Firmen sind Beats Electronics LLC, das von HipHop-Urgestein Dr. Dre mitbegründet wurde, und Apple Inc. von ähnlichen Kritiken geplagt: Beiden wird gerne vorgeworfen, gemessen am Preis und im Vergleich mit konkurrierenden Herstellern keinen angemessenen Mehrwert an Technik zu liefern. Ganz egal, was Ihr davon halten mögt: Mit Beats hat Apple jetzt einen Partner, der kommenden iDevices den richtigen Sound bringen könnte – und HTC hat seine Chance verpasst.

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