Huawei Mate 30 Pro im Hands-On: Das Release-Rätsel weiß zu verführen

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Wir hatten das Mate 30 Pro in einem ersten, kurzen Hands-On.
Wir hatten das Mate 30 Pro in einem ersten, kurzen Hands-On.(© 2019 CURVED)

Heute wurde das Huawei Mate 30 in München vorgestellt – ebenso das Mate 30 Pro und die Design Kooperation mit Porsche: das Mate 30 RS. Wir waren vor Ort mit dabei und haben das Huawei Mate 30 Pro in die Finger bekommen. Das Fazit nach dem ersten, kurzen Hands-On findet ihr hier!

Es war eine Keynote, die ich mit vielen Fragen betrat und mit zwei unbeantworteten Fragen wieder verließ. Meine Neugier war im Vorfeld groß, ob sich Huawei zum US-Bann und äußern würde. Was mich am meisten interessierte: Mit welchem Betriebssystem werden die Top-Smartphones auf dem Markt erscheinen? Und genau diese Frage, die an dem Tag der rosa Elefant im Smartphone-Laden war, wurde auffällig unauffällig von Huawei-Chef Richard Yu ignoriert.

Der zweite Dickhäuter machte es sich dann im Handygeschäft gemütlich, als am Ende der Präsentation nicht klar war, wann die Smartphones in den Handel kommen. Die Preise der Mate 30 Modelle wurden genannt und auch, wann die Huawei Watch GT 2 und die neuen FreeBuds erscheinen sollen (Oktober 2019) – das Releasedatum des Flaggschiffs wurde weggelassen. Wir wissen also nichts Sicheres zum Betriebssystem oder dem Release des Mate 30. Das hindert uns aber nicht daran, uns das Gerät genauer anzusehen – denn es hat neben offenen Fragen einiges zu bieten.

Mate 30 Pro: Android 10 oder Harmony OS?

Während der Keynote pries Yu die eigene Play-Store-Alternative App Gallery an, erklärte aber nicht offiziell, welches Betriebssystem die Mate30-Reihe erhalten werde. Was durch die Präsentation und auch das erste Hands-On des Mate 30 Pro bestätigt scheint: Egal ob Harmony OS oder Android 10 – die Benutzeroberfläche wird EMUI 10 sein.

Denn das Testgerät, was ich in die Hände bekam, lief unter Android 10. Ob das auch bei den Modellen der Fall sein wird, die auf den Markt kommen? Dazu hielt man sich auf dem Presse-Event von allen Seiten bedeckt.

88-Grad-Display lässt die Konkurrenz alt aussehen

Ein Highlight des Mate 30 Pro ist auf jeden Fall das ganz besondere OLED-Display. Dieses misst nicht nur 6,53 Zoll in der Diagonale und löst mit 2.400 x 1176 Pixeln auf, es ist an den Seiten auch gebogen. Die Krümmung stellt das iPhone 11 und das Galaxy Note 10 in den Schatten und kommt auf satte 88 Grad. Wie Huawei das Ganze nennt? Einen Horizon Display.

Ich muss sagen, das stechend scharfe Display macht mit der Krümmung wirklich etwas her. Auf Knöpfe an den Seiten wird dabei übrigens komplett verzichtet. Wenn ihr die Lautstärke regulieren wollt, tippt ihr einfach zweimal an den Rand. Ein Feature, das bei der Präsentation das Publikum begeisterte – und im Test auch für mich eine kleine Freude war.

Huawei Mate 30 Pro: Schickes Design und Technik, die auf die Probe gestellt werden will

Die Modelle, die ich in den Händen hielt hatten die Farben Cosmic Purple und Emerald Green. Beide zogen Fingerabdrücke leider magisch an. Das ist allerdings bei den meisten Smartphones mit "glänzendem" Finnish der Fall. Ansonsten gibt es das Mate 30 auch noch in Space Silver und Schwarz, sowie in zwei Kunstleder-Varianten, Forest Green und Orange. Letztere bezeichnet Huawei übrigens gekonnt als "Vegan Leather Edition" – vegan klingt aber auch wesentlich besser als künstlich. Das Mate 30 RS, das in Kooperation mit Porsche entstanden ist, versucht dagegen mit einer Rückseite aus Leder zu locken. Einem echten Porsche-Fan kommt eben kein Kunstleder ans Smartphone, schon klar.

Das Mate 30 Pro lag im ersten Hands-On gut in der Hand, fühlte sich hochwertig an und machte Lust auf mehr. Ich freue mich schon sehr darauf, dem eingebauten Kirin 990 und vor allem anderen der beeindruckenden Kamera auf den Zahn zu fühlen. Auf der Rückseite hat das Huawei Mate 30 eine dreier-Kamera mit mit 40 MP Weitwinkel, 40 MP Ultraweitwinkel und 8 MP Teleobjektiv – zur Krönung gibt es auch noch einen Laserfokus. Die Bilder, die mit dem Ultraweitwinkel und der eingebauten f/1.8 Blende aufgenommen und auf der Keynote gezeigt wurden, machen Lust auf mehr. Und Selfie-Fans kommen bei der 24 MP Frontkamera sicherlich auch voll auf ihre Kosten.

Das sind die Preise der Mate-30-Reihe:

  • Mate 30, 8GB RAM + 128 GB Speicher: 799 Euro
  • Mate 30 Pro, 8GB RAM + 256 GB Speicher: 1099 Euro
  • Mate 30 RS, 12GB RAM + 512 GB Speicher: 2.095 Euro

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