Huawei Mate X: Dieses faltbare Smartphone soll das Galaxy Fold übertrumpfen

UPDATESmart20
Das Mate X im ausgeklappten Zustand.
Das Mate X im ausgeklappten Zustand.(© 2019 Huawei)

Kaum vorgestellt, schon geschlagen? Kurz nach dem Galaxy Fold stellt Huawei das Mate X vor. Das faltbare Smartphone soll mehr draufhaben als das Gerät der Konkurrenz. Zumindest sieht es besser aus.

Dieses Technik-Jahr kann man knicken, das scheint schon im Februar 2019 festzustehen. Denn kurz nachdem Samsung das faltbare Smartphone Galaxy Fold vorgestellt hat, zieht Huawei mit dem Mate X nicht nur nach. Das faltbare Gerät der Chinesen scheint sogar noch ausgefallener zu sein, als das von Samsung.

Unterschiede zu Samsung

Im Vergleich zu Samsungs Gerät fällt sofort aus: Das Mate X ist größer! Schon im geschlossenen Zustand misst das Display auf der Vorderseite 6,6 Zoll und löst mit 2480 x 1148 Bildpunkten auf. Ein weiterer Unterschied: Man klappt das Gerät nicht für das große Display auf, sondern erweitert den äußeren Touchscreen, indem man den Bildschirm von hinten nach vorn ausklappt. Der hintere Teil misst im geschlossen 6,39 Zoll und zeigt 2480 x 892 bildpunkte an. Im aufgeklappten Zustand misst der Bildschirm des Mate X 8 Zoll, ist also größer als das Galaxy Fold. Die Auflösung im ausgeklappten Zustand beträgt 2480 x 2200 Pixel. Das Display selbst ist ein OLED-Display.

CEO Richard Yu präsentiert das Mate X.

Außerdem ist Huawei durchaus stolz darauf, dass sich der Bildschirm nahezu komplett zurückklappen lässt. Beim Galaxy Fold ist zum Beispiel in im Bereich des Scharniers eine Lücke zu erkennen, weil beide Seiten nicht bündig aufeinander klappen. Im aufgeklappten Zustand bleibt dafür eine deutliche Kante auf der Rückseite übrig, in der unter anderem die Kamera sitzt. Ob das eine gute Sache ist, weil man das Telefon so besser halten kann, oder ob das nachher stört, bleibt offen, denn bislang durfte niemand das Telefon anfassen.

Dual-SIM, Dual-Akku, Schnellladen

Wichtig war es Huawei auch zu erwähnen, dass das Smartphone den neuen Übertragungsstandard 5G beherrscht. Zusätzlich ist das Gerät Dual-SIM fähig. Und wo wir gerade bei Dual sind: Wie das Galaxy Fold hat auch das Mate X zwei Akkus, die insgesamt eine Kapazität von 4500 mAh bieten und die darüber hinaus über ein 55-Watt-Netzteil besonders schnell aufladen sollen. Zusätzlich kommt eine dreifache Kamera zum Einsatz, die in Zusammenarbeit mit Leica entstanden ist. Dass Huawei-Geräte damit gute Bilder liefern können, haben das Mate 20 Pro und das P20 Pro bewiesen. Beim Mate X gibt es noch eine Besonderheit: Durch den Formfaktor ist sie Haupt- und Frontkamera in einem, je nach dem wie man das Smartphone gerade benutzt.

In anderen Bereichen ist das Mate X dem Galaxy Fold auf dem Papier in manchen Bereichen unterlegen. So kommt das Gerät nur mit 8 Gigabyte Arbeitsspeicher. Beim Samsung-Gerät sind es 12 Gigabyte. Für Apps und Co. stehen 512 Gigabyte Speicher zur Verfügung, für Tempo soll der Kirin 980 sorgen, der auch im Mate 20 Pro steckt. Als Betriebsystem kommt sehr wahrscheinlich Android zum Einsatz.

In Sachen Preis ist man Samsung dann wieder überlegen: Das Mate X wird Mitte 2019 auf den Markt kommen und soll dann 2299 Euro kosten.

Es wurden weitere technische Informationen und Bilder ergänzt.


Weitere Artikel zum Thema
Huawei Nova 5T, P30 Pro und Co.: EMUI-10-Release geht los
Francis Lido
Das Huawei Nova 5T erhält EMUI 10
Gute Nachrichten für Besitzer von Huawei Nova 5T, P30 (Pro) und Co.: EMUI 10 und damit auch Android 10 sollten euch in den nächsten Tagen erreichen.
Huawei-Embargo und Android-Bann: Deal löst Abhän­gig­keit von Google Maps
Andreas Marx
Huawei hat offenbar eine Alternative für Google Maps gefunden.
Huawei versucht sich im von Google unabhängig zu machen. Das Unternehmen könnte jetzt eine Google-Maps-Alternative gefunden haben.
Huawei Mate 20 Pro: Case verwan­delt euer Handy in ein Huawei Mate 30 Pro
Lars Wertgen
Das Huawei Mate 30 Pro gibt es in Deutschland nur in limitierter Auflage – und ohne Google-Dienste
Nutzer eines Huawei Mate 20 Pro können jetzt für kleines Geld auf ein Mate 30 Pro umsteigen – zumindest optisch. Eine Schutzhülle macht es möglich.