Huawei Mate Xs präsentiert: Galaxy-Fold-Konkurrent startet in Deutschland

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Jetzt landet das Huawei-Foldable in Deutschland.
Jetzt landet das Huawei-Foldable in Deutschland.(© 2020 Huawei)

Samsung hatte vorgelegt, jetzt zieht Huawei auch in Deutschland nach: Mit dem Huawei Mate Xs präsentiert der chinesische Hersteller sein erstes Foldable in Deutschland. Es ist ein Upgrade des faltbaren Smartphones, das Huawei zunächst nur in China auf den Markt gebracht hatte.

Eigentlich sollte das Mate Xs in Barcelona auf der MWC 2020 präsentiert werden – doch der Kongress musste aufgrund der Bedenken, die durch die Ausbreitung des Coronavirus entstanden (mittlerweile Covid-19 genannt) abgesagt werden. Huawei hielt die Pressekonferenz in Barcelona dennoch ab und richtete einen Live-Stream ein.

Der Hersteller bezeichnet sein Foldable als "schnellstes faltbares 5G-Smartphone". Sicherstellen soll das der hauseigene Kirin 990 5G. Besonderheit: Das 5G-Modul ist im Prozessor integriert – das soll Platz und Energie sparen.

Überarbeiteter Faltmechanismus und stärkerer Akku

Anders als das Galaxy Fold besitzt das Mate Xs – wie ihr bereits wisst – nicht zwei Displays, sondern einen großen Falt-Bildschirm. Der bleibt auch im zugeklappten Zustand auf der Außenseite, sodass ihr ähnlich des Konzept-Smartphones Xiaomi Mi Mix Alpha ein Rundum-Display vor euch habt. Die Falttechnik dahinter nennt Huawei "Falcon Wing"-Scharnier.

Ausgeklappt habt ihr ein 8 Zoll großes Display mit einer Auflösung von 2.480 x 2.200 Pixel – das ist etwas größer als das Galaxy Fold mit seiner 7,3 Zoll Bildschirmdiagonale. Zusammengeklappt seht ihr vor euch zwei Displays. Das auf der Vorderseite misst 6,6 Zoll bei einer Auflösung von 2.400 x 1.148 Pixel, auf der Rückseite begegnen euch 6,38 Zoll und 2.480 x 892 Pixel bei einem etwas schmaleren Display.

Beim Mate Xs hat Huawei den Faltmechanismus überarbeitet, der jetzt noch robuster sein soll. Auch der Akku soll länger halten – sicherstellen soll das der 4.500 mAh starke Akku, der in 30 Minuten zu 85 Prozent geladen sein soll.

Der Preis des Mate Xs ist gepfeffert

Bei der Kamera gibt es wieder ein Leica-Setup, bestehend aus vier Linsen: Eine 40 Megapixel Hauptkamera, ein 8 Megapixel Teleobjektiv, die 16 Megapixel Ultraweitwinkellinse und der Time-of-Flight-Sensor (ToF). Selfies macht ihr übrigens auch mit der HJauptkamera, eine dedizierte Frontkamera gibt es nicht – ist aber auch nicht notwendig: Ihr nutzt dafür einfach das rückseitige Display.

Beim Multitasking spendiert Huawei dem Mate Xs ein neues Design für die Multi-Window-Features. Bei zwei offenen Fenstern könnt ihr jetzt auch per Drag and Drop Dateien vom einen Fenster in das andere Schieben, oder auch Textabschnitte beispielsweise aus einer E-Mail in eine Messenger-App kopieren.

Kosten wird das Huawei Mate Xs mit 8 Gigabyte Arbeitsspeicher und 512 Gigabyte internem Speicher satte 2.499 Euro. Ab Mitte März soll es in Deutschland erhältlich sein.

Huawei Mate Xs mit eigenem App-Store

Die Software-Abteilung des chinesischen Unternehmens will außerdem im Jahr 2020 ihr Ökosystem erweitern. Huawei-Chef Richard Yu präsentierte bei der Pressekonferenz einen ambitionierten Plan. Das Jahr 2020 sei das "Kick-Off"-Jahr für 5G – und Huawei will sich bei dieser Entwicklung als starker Hersteller positionieren.

Eine Bedingung dafür ist auch die Bereitstellung einer Alternative zu den Google Mobile Services. Zunächst läuft das Huawei Mate Xs auf Basis des Android Open Source Project (AOSP). Als Benutzeroberfläche kommt EMUI 10.0.1 zum Einsatz, die hauseigene AppGallery wurde überarbeitet und soll beständig wachsen. Und Richard Yu stellt die AppGallery tatsächlich neben den Google Play Store und den App-Store von Apple. Seine Begründung: dem Konsumenten mehr Auswahl geben. Das werden wir beobachten.

Richard Yu beendet die Pressekonferenz mit einer markigen Ankündigung. Am 26. März werde Huawei in Paris das "weltweit stärkste 5G-Smartphone" präsentieren: Die Rede ist natürlich von der Huawei P40-Serie. Auch das schauen wir uns selbstverständlich an.


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