Keine Apps, keine Updates: Google sperrt Huawei für Android

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Auch Besitzer des des Huawei P30 Lite werden die Android-Sperre von Google merken
Auch Besitzer des des Huawei P30 Lite werden die Android-Sperre von Google merken(© 2019 Huawei)
  • Google entzieht Huawei Android-Lizenzen
  • Huawei- und Honor-Smartphones betroffen
  • Alle Informationen in der Übersicht findet ihr hier

Update (29. Juni 2019): Präsident Trump hat das Ende der Handelssperre verkündet. Zumindest vorerst dürfen US-Unternehmen wieder mit Huawei handeln. Demnach ist vermutlich auch der Android-Stopp Geschichte – und zukünftige Smartphones des chinesischen Herstellers dürfen das Betriebssystem nutzen.

Update (21. Mai 2019, 9 Uhr): Mittlerweile haben die USA die Handelssperre etwas gelockert. Bis Mitte August 2019 darf Huawei demnach weiter Hardware aus den USA beziehen – und auch Android-Updates ausliefern. Ziel der Maßnahme sei es, die Einschränkungen für die Nutzer (und Handelspartner) möglichst gering zu halten.

Update 2 (20. Mai 2019, 12:46 Uhr): Auf Anfrage von WinFuture hat sich Huawei Deutschland inzwischen zu der Android-Sperre geäußert: "Huawei wird weiterhin Sicherheitsupdates und Services für alle bestehenden Huawei und Honor Smartphones sowie Tablets zur Verfügung stellen. Das betrifft verkaufte und lagerhaltige Geräte weltweit. Wir werden weiter daran arbeiten ein sicheres und zukunftsfähiges Software-Ecosystem zu entwickeln, um die bestmögliche Nutzererfahrung weltweit zu bieten." Mit Letzterem könnte der Hersteller sein eigenes Betriebssystem meinen, das sich seit einiger Zeit in Entwicklung befinden soll.

Intel und Qualcomm schließen sich an

Update (20. Mai 2019, 12:30 Uhr): Es kommt noch schlimmer für Huawei. Auch Intel und Qualcomm reagieren auf die politische Entwicklung zwischen den USA und China. Die beiden Unternehmen werden Huawei laut Bloomberg vorerst nicht mehr beliefern. Intel hatte dem Smartphone-Hersteller bislang Chips verkauft, Qualcomm Prozessoren und Modems bereitgestellt. Auch die Chip-Hersteller Xilinx und Broadcom setzen ihre Lieferungen bis auf Weiteres aus.

Huawei habe bereits im Vorfeld Vorkehrungen für das nun eintretende Szenario getroffen. Das Unternehmen soll ausreichend Hardware-Komponenten auf Lager haben, um die nächsten drei Monate zu überbrücken. Huawei gehe davon aus, dass die Geschäftsbeziehungen wieder aufgenommen werden, sobald es zu einer Einigung im Handelsstreit kommt.

Ursprünglicher Artikel:

Das ist ein Paukenschlag im Handelsstreit zwischen China und den USA: Google entzieht Huawei die Lizenz für Android. Künftige Smartphones des Herstellers sollen keinen Zugriff auf den Google Play Store mehr erhalten. Doch auch für bereits verfügbare Geräte gibt es Auswirkungen.

Huawei verliert mit sofortiger Wirkung Zugang zu Updates für Android, berichtet Reuters. Alle neuen Smartphones, die das Unternehmen außerhalb von China verkauft, sollen zudem keinen Zugriff auf den Google Play Store und Apps wie Gmail und Maps erhalten. Das betrifft vermutlich auch die Tochterfirma Honor, die ihr neues Smartphone Honor 20 am 21. Mai 2019 vorstellen will. Aktuelle Smartphones wie das P30 Lite oder das Mate 20 Lite werden ebenfalls keine Sicherheitsupdates mehr erhalten – und auch nicht Android Q.

Google wehrt sich gegen Android-Sperre für Huawei

Wie Google über den Twitter-Account von Android mitteilt, haben bereits erhältliche Smartphones aber weiterhin Zugang zum Play Store. Außerdem soll der Schutz durch Google Play Protect weiter aufrecht erhalten bleiben. Wenn ihr also ein Gerät wie das Huawei P30 besitzt, müsst ihr euch diesbezüglich keine Sorgen machen. Ihr findet den Tweet am unteren Ende dieses Artikels.

Google hat die drastische Maßnahme offenbar nicht freiwillig vollzogen. Das Unternehmen reagierte lediglich auf den Druck der US-Wirtschaftsbehörde. Diese hat Huawei auf die schwarze Liste der Unternehmen gesetzt, mit denen kein Handel betrieben werden darf. Der Suchmaschinenriese will offiziell Beschwerde einreichen. Entsprechend ist es im Bereich des Möglichen, dass der Bann in Zukunft wieder aufgehoben wird.


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