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Huawei ohne Google: So will der Hersteller den Play Store ersetzen

Huawei Mate 30 Pro: Top-Hardware, aber keine Google-Dienste
Huawei Mate 30 Pro: Top-Hardware, aber keine Google-Dienste (© 2019 CURVED )
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Update

Update (6. Februar 2020, 17:00 Uhr): Wie Reuters berichtet, bahnt sich eine chinesische Allianz gegen den Play Store an. Huawei, Xiaomi, Oppo und Vivo haben sich demnach zusammengetan, um Googles Monopol ins Wanken zu bringen. Gemeinsam bilden die Unternehmen nun die neue Global Developer Service Alliance (GDSA). Ziel ist eine gemeinsame Plattform, die es Entwicklern ermöglichen soll, ihre Apps auf einen Schlag in die App-Stores von Huawei, Xiaomi, Oppo und Vivo zu bringen. Bislang sind in diesen deutlich weniger Anwendungen zu finden als im Play Store.

Ursprünglicher Artikel:

Nach wie vor muss Huawei (wirklich) neue Smartphones ohne Google-Dienste ausliefern. Besonders das Fehlen des Play Store schmerzt, gilt er doch als wichtigste Bezugsquelle für neue Apps. Hinter verschlossenen Türen soll der Hersteller nun einen Überlebensplan vorgestellt haben.

Dieser sehe die Vorinstallation beliebter Apps vor, berichtet mobiltelefon.ru. Der Website zufolge will Huawei neue Smartphones mit den 70 beliebtesten Apps aus dem Google Play Store ausliefern. Welche Anwendungen das genau sind, variiert je nach Region. Mindestens neun Modelle wolle der Hersteller mit dem riesigen App-Bundle auf den Markt bringen. Heißeste Kandidaten seien Smartphones mit dem hauseigenen Chipsatz Kirin 810.

Huawei P40 (Pro) mit 70 vorinstallierten Apps?

Huawei P40 Lite E und Y7p sollen die ersten Geräte sein, die euch der Hersteller auf die genannte Weise schmackhaft machen möchte. Vermutlich setzt das Unternehmen auch beim Huawei P40, P40 Pro und P40 Lite auf diese Strategie. Denn die Smartphones sollen bereits im März erscheinen und aktuell zeichnet sich keine zeitnahe Einigung im Handelsstreit zwischen China und den USA ab.

Huawei Video als YouTube-Ersatz

Play-Store-Apps, die Google-Dienste voraussetzen, will Huawei größtenteils durch geeignete Alternativen von Drittanbietern ersetzen. Teilweise werde das Unternehmen aber auch eigene Lösungen als Ersatz anbieten. Ein Beispiel hierfür ist Huawei Video. Die ab März international verfügbare Plattform soll als Alternative zu YouTube dienen. Google Maps wiederum könnte der Hersteller durch eine Lösung von Navi-Spezialist TomTom ersetzen, dessen Daten bislang auch bei Apple Maps Anwendung fanden.

Benötigt ihr Apps, die in Huaweis vorinstalliertem Mega-Bundle nicht enthalten sind, sollt ihr weiterhin in der App Gallery danach Ausschau halten können. Dabei handelt es sich um den bereits bestehenden App-Store von Huawei. Allerdings findet ihr dort bei Weitem nicht so viele Anwendungen wie im Play Store.

Dass Huawei selbst bei einer Aufhebung der Handelssperre auf Google-Dienste verzichten würde, hat der Hersteller übrigens inzwischen dementiert. Es ist also nicht ausgeschlossen, dass künftige Huawei-Smartphones den Play Store wieder erhalten. Das wäre natürlich die Ideallösung.

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