Huawei P30 Pro: Wie viel USA steckt überhaupt in dem Flaggschiff?

Im Huawei P30 Pro sind nicht viele Teile aus den USA verbaut – aber dafür wichtige
Im Huawei P30 Pro sind nicht viele Teile aus den USA verbaut – aber dafür wichtige(© 2019 CURVED)

Update, 29. Juni 2019: Trump hat das Ende der Handelssperre verkündet. Huawei darf also wieder Teile aus den USA beziehen – und somit etwa auch das Gorilla Glass von Corning.

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Würde das Huawei P30 Pro auch ohne amerikanische Teile funktionieren? Im Rahmen des Handelsstreits zwischen USA und China hat Huawei nicht nur die Android-Lizenz verloren. Einige Zulieferer aus der Regionen dürfen das Unternehmen nun nicht mehr beliefern. Offenbar sind aber nur vergleichsweise wenig Komponenten in einem Huawei-Smartphone aus den USA.

Die Webseite Nikkei hat eine komplette Anatomie des Huawei P30 Pro durchführen lassen. Dabei haben die Experten aufgelistet, welche Bauteile aus welchem Land stammen. Lediglich 0,9 Prozent aller Bauteile sollen aus den USA kommen. Genauer gesagt sind es 15 US-Komponenten, die im chinesischen Smartphone verbaut sind.

Wichtige Bauteile aus den USA

Auch aus China selbst hat Huawei nur vergleichsweise wenige Komponenten bezogen: Es seien 80 Stück. Nur 83 Teile stammen hingegen aus Taiwan. Hauptsächlich besteht das P30 Pro demnach aus Bauteilen, die aus Südkorea (562 Teile) und Japan (869 Teile) stammen. Falls ihr nun nicht mitgezählt habt: Insgesamt sind es 1631 Teile, aus denen das Huawei P30 Pro besteht. Selbst Puzzle-Fans empfehlen wir daher nicht, das Handy komplett zu zerlegen.

Anders sieht es bei den Teilekosten aus. Die teuersten Bauteile stammen aus China, gefolgt von Japan und den USA. Das lässt vermuten, dass die amerikanischen Komponenten sehr wichtig sind. Und so ist es wohl auch: Etwa der verbaute Arbeitsspeicher stammt von der US-Firma Micron Technology. Das Panzerglas (Gorilla Glass) über dem Display ist ein Produkt von Corning – auch ein US-Unternehmen. Davon abgesehen sind es eher Halbleiter, die Huawei aus den USA bezieht.

Ohne US-Teile schnell zerkratzbar?

Könnte man das Huawei P30 Pro also auch ohne Bauteile aus den USA fertigstellen? Möglich wäre es. Arbeitsspeicher könnte das Unternehmen etwa über den Konkurrenten Samsung oder andere Zulieferer beziehen. Ein Problem wäre ein Ersatz für das Panzerglas: Gorilla Glass ziert nahezu alle Top-Smartphones und gilt als äußerst widerstandsfähig. Wenn Huawei nun Handys ohne diesen Lieferanten bauen will, könnten diese also etwas leichter zerkratzen als die Konkurrenz. Zumindest, sofern der Handelsstreit nicht plötzlich endet und die Sperre aufgehoben ist.

Welche Konsequenzen der Android-Stopp für euch hat, könnt ihr in einem anderen Artikel von uns nachlesen. Wenn ihr zum Beispiel das Huawei P30 Pro oder ein anderes aktuelles Smartphone des Herstellers besitzt, könnte es in wenigen Monaten keine Updates mehr geben. Noch ist dieser Fall aber noch nicht eingetreten – und Android Q soll trotz aller Probleme als Update kommen.


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