Huawei P40 (Pro): Kamera, Display, Preis, Design – alles jetzt bekannt

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Huawei P40 Pro: Dieses Bild von Evan Blass zeigt wohl eine Linse zu viel (oder das P40 Pro+)
Huawei P40 Pro: Dieses Bild von Evan Blass zeigt wohl eine Linse zu viel (oder das P40 Pro+)(© 2020 Evan Blass)

Bitter für Huawei: Die Enthüllung des P40 (Pro) kann sich das Unternehmen wohl sparen. Denn gerade eben sind alle Details zum Huawei P40 (Pro) geleakt. Inklusive Preis, Specs und der Antwort auf die Frage nach der Verfügbarkeit der Google-Dienste.

Das vielleicht Wichtigste zuerst: Auch das Huawei P40 (Pro) wird ohne Google-Dienste auf den Markt kommen, berichtet WinFuture. Und auch beim Betriebssystem müsse der Hersteller ein wenig tricksen. Es komme eine Open-Source-Version von Android 10 zum Einsatz. Der Preis für das Huawei P40 beginne bei 799 Euro. Die Pro-Version werde ab 999 Euro erhältlich sein. Ein Aufpreis für 5G falle nicht an. An Farbvarianten sollen in beiden Fällen Schwarz, Silber und Gold zur Auswahl stehen. Der Release des Huawei P40 (Pro) soll kurz nach der Enthüllung (26. März) erfolgen.

Huawei P40 Pro: Das kann die 50-MP-Kamera

Beide Geräten sollen Top-Kameras besitzen. Beim Huawei P40 Pro bekommt ihr erwartungsgemäß aber wohl noch ein wenig mehr geboten. Das Flaggschiff biete gleich zwei RYYB-Bildsensoren. Einer davon sei für Fotos vorgesehen, der andere für Videos. Anscheinend kommt der 50-MP-Hauptsensor also nur für Fotos zum Einsatz. Er unterstütze außerdem 4-in-1-Pixel-Binning. Das dürfte unter anderem die Low-Light-Performance verbessern beziehungsweise für gute Aufnahmen wenig Licht sorgen. Die Foto-Auflösung müsste sich dadurch aber auf etwa 12 MP reduzieren. Das Objektiv sei zudem optisch bildstabilisiert (OIS). Bilder bleiben demnach auch bei kleineren Wacklern scharf.

Für Videos sei eine 40-MP-Linse zuständig, die hauptsächlich für Bewegtbildaufnahmen zuständig ist. Das Huawei P40 Pro verfüge aber auch über eine 40-MP-Ultraweitwinkel-Linse. Dabei scheint es sich um dasselbe Objektiv zu handeln. Die Formulierung von WinFuture ist diesbezüglich unklar. Außerdem an Bord seien eine 12-MP-Tele-Linse mit OIS sowie "ein 3D-Tiefensensor" und "eine Makro-Kamera".

P40 Pro: 50x-Zoom ohne Qualitätsverlust?

Das Huawei P40 Pro greife auf alle Linsen der Hauptkamera zurück, um euch einen 50-fachen "SuperSensing-Zoom" zu bieten. Qualitätsverluste sollen dabei nicht auftreten, verspreche der Hersteller. Rein optisch sei eine 5-fache Vergrößerung möglich, schreibt Leaker Teme. Der zehnfache optische Zoom bleibe dem Huawei P40 Pro+ vorbehalten:

Zu diesem habe WinFuture allerdings keine Informationen, da es entweder erst später oder gar nicht nach Europa komme.

Huawei P40: Kamera nicht ganz so spektakulär

Das günstigere Huawei P40 biete ebenfalls eine 50-MP-Kamera. Es gibt aber offenbar einige Unterschiede. Anders als beim Pro-Modell gebe es für die Hauptlinse (RYYB) keine optische Bildstabilisierung, sondern nur für das 8-MP-Tele-Objektiv. Außerdem falle der Extra-Bildsensor für Videos weg. Eine Ultraweitwinkel-Linse (16 MP) sei aber Bestandteil des Kamera-Setups.

90-Hz-Display nur für das P40 Pro

Auch die Bildschirme der beiden 5G-Smartphones sollen sich unterscheiden. Beim Huawei P40 Pro messe das OLED-Display 6,58 Zoll in der Diagonale (2640 x 1200 Pixel), beim Standardmodell "nur" 6,1 Zoll (2340 x 1080 Pixel). Außerdem besitzt anscheinend nur das Huawei P40 Pro ein 90-Hz-Display. Es biege sich rechts und links um die Kanten, während das P40 einen komplett flachen Bildschirm besitze. Gemein hätten beide Modelle eine riesige Notch, wie WinFuture-Redakteur Roland Quandt hier zeigt:

Hier verbaue der Herstellers jeweils eine 32-MP-Frontkamera und "zusätzliche Kameras für Tiefeneffekte". In der Notch des Pro-Modelles befinde sich außerdem ein Infrarot-Sensor für eine sicherere Gesichtserkennung.

Chipsatz aus dem Mate 30

Einen neuen Antrieb habe Huawei für das P40 (Pro) nicht entwickelt. Es komme der aus dem Mate 30 (Pro) bekannte Kirin-990-5G-Chipsatz zum Einsatz. Ein Kühlsystem ("SuperCool") soll ihn in der Pro-Variante bei enormer Beanspruchung vor Überhitzung schützen.

Beide Smartphones bringen in Europa anscheinend immer 8 GB RAM mit. Beim internen Speicher lässt euch wohl nur das P40 Pro die Wahl zwischen 128 GB und 256 GB. Das Standardmodell P40 werde es ausschließlich mit 128 GB geben. Eine Speichererweiterung sei bei beiden Geräten über Huaweis Nano-Memory-Cards möglich.

Besitzer einer solchen könnte aber eine unangenehme Überraschung erwarten. Es sehe so aus, als führe Huawei eine zweite Version seiner Speicherkarten ein. Die alten seien also womöglich nicht kompatibel.

Kabelloses Aufladen nur mit Pro-Modell

Der Akku des Huawei P40 Pro habe eine Kapazität von 4200 mAh und lasse sich mit 40 Watt schnell aufladen. Wireless Charging sei ebenfalls möglich, anders als beim Standardmodell. Das P40 biete außerdem einen kleineren Akku (3800 mAh) und langsameres Fast Charging (22,5 Watt)

Was sagt ihr zu den Smartphones? Seid ihr schon heiß auf den möglichen neuen Kamera-König oder eher enttäuscht über die fehlenden Google-Dienste?


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