Huawei-Smartphones bald wieder mit Google-Apps und Play Store?

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Hierzulande schmerzlich vermisst: Das Huawei Mate 30 Pro
Hierzulande schmerzlich vermisst: Das Huawei Mate 30 Pro (© 2019 CURVED)

Wird endlich alles gut für Huawei? Die US-Handelssperre ist womöglich bald Geschichte – zumindest in der bisherigen Form. Amerikanische Unternehmen sollen in Kürze wieder Geschäfte mit dem chinesischen Smartphone-Hersteller machen dürfen.

Dies geht aus einem Bericht des Nachrichten-Magazins Bloomberg hervor. Präsident Trump ist offenbar zuversichtlich, was eine Einigung im Handelsstreit mit China angeht. Ein erstes Abkommen sei in Sicht. Möglicherweise komme es sogar noch im November dazu. Dem US-Handelsministerium lägen bereits etliche Lizenz-Anträge von Unternehmen vor. "Ziemlich viele" davon hätten laut dem zuständigen Minister Wilbur Ross Aussicht auf Erfolg. Gute Neuigkeiten also für Huawei und Google.

Huawei Mate 30 (Pro) vor Deutschland-Release?

Wenn der Deal tatsächlich zustande kommt, könnte Huawei bald die Android-Lizenz für seine neuen Smartphones erhalten. Außerdem dürfte das Unternehmen wohl den Play Store und Google-Apps wieder auf seinen Geräten installieren. Damit wäre sicherlich auch der Weg für den Deutschland-Release des Huawei Mate 30 (Pro) frei.

Das bereits im September 2019 vorgestellte Smartphone wartet hierzulande immer noch auf den Marktstart. Denn: Ohne Google-Apps und den Play Store hätte es das ansonsten hervorragende Gerät sicherlich schwer. Nicht nur bei uns, weshalb das Mate 30 Pro außerhalb Asiens aktuell nicht offiziell erhältlich ist.

Nicht nur Huawei würde profitieren

Huawei wäre nicht der einzige Hersteller, der sich über eine Einigung freuen würde. Denn wenn die USA Chinas Forderung erfüllten, käme es auch nicht zu den neuen Import-Zöllen auf Smartphones. Diese würden andernfalls am 15. Dezember in Kraft treten und auch US-Hersteller wie Apple treffen, die ihre Geräte in China produzieren. Das wiederum hätte entweder höhere Preise für die Kunden oder geringere Margen für die betroffenen Unternehmen zur Folge.

Damit es nicht dazu kommt, soll China im Gegenzug mehr landwirtschaftliche Produkte aus den USA kaufen und seinen Finanzmarkt für amerikanische Unternehmen öffnen. Ein weitere amerikanische Forderung sei die Stabilisierung der chinesischen Währung.

Zu früh freuen sollten sich Huawei, Google, Apple und Co. aber nicht. Auch wenn Donald Trump einen baldigen Deal andeutet: Die US-Regierung hat zuletzt nicht durch Verlässlichkeit geglänzt. Schon morgen könnte alles wieder ganz anders aussehen.


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